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Basel-Stadt

10 Jahre Orgelkonzerte

Babette Mondry vor der Orgel in der Peterskirche

Die Peterskirche in Basel ist beliebt für Hochzeiten – und geniesst dank dem Freundeskreis Orgelmusik an St. Peter einen ausgezeichneten Ruf als Konzertkirche.... weiter …


Region Basel

Farbiger Blickfang im Chor

Claudia und Julia Müller vor den neuen Kirchenfenstern.

Die reformierte Kirchgemeinde Pratteln-Augst hat fünf neue Kirchenfenster bekommen. Die beiden renommierten Basler Künstlerinnen Claudia und Julia Müller haben sie gestaltet.... weiter …


Schöpfungszeit: Gottes Gaben schützen

Erntedank

Der schweizweite Auftakt zur «Schöpfungszeit» findet Anfang September im Basler Münster statt. Das Motto «Vielfalt – Geschenk
Gottes» bezieht sich auf das Internationale Jahr der Biodiversität 2010.... weiter …


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Basel-Stadt

Gegen eine Scheinlösung

Minarett von Wangen

Christen und Juden der Region Basel lehnen in einer gemeinsamen Erklärung die Minarett-Verbots-Initiative ab. Sie löse die Probleme des interreligiösen Zusammenlebens nicht.

 

BASEL/LIESTAL • In der Schweiz gibt es drei Minarette, in Genf, Winterthur und Zürich. Nach einem langen Rechtsstreit erhebt sich seit Januar in Wangen bei Olten ein weiteres Minarett über den Dächern. In Langenthal ist das nächste Gesuch hängig. Um dem Einhalt zu gebieten, reichten rechtsbürgerliche Kreise vor einem halben Jahr bei der Bundeskanzlei die Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten» ein.
Nun nehmen die Christlich-Jüdischen Projekte CJP beider Basel Stellung dazu. Die Erklärung der CJP habe einmaligen Charakter, weil sich darin Vertreter von zwei grossen Religionen gemeinsam, gleichberechtigt und verbindlich, zum Problem einer dritten äusserten, betont Markus Christ, der seit Anfang Jahr Präsident der Stiftung CJP ist.

Ungerecht und undemokratisch
Die Minarett-Verbots-Initiative schüre in der Bevölkerung Angst, und diese sei eine schlechte Beraterin, wenn es darum gehe, das Problem zu lösen, meint Markus Christ. Die CJP sieht durch die Initiative die Schweizer Rechtsstaatlichkeit gefährdet, weil sie eine einzelne Religion in der Ausübung ihres Glaubens beschneide. «Die Initiative verkennt, dass unsere Demokratie immer auch eine Herausforderung für eine pluralistische Gesellschaft ist», sagt Christ. Die CJP bezeichnen die Minarett-Verbots-Initiative darum als ungerecht und undemokratisch.
«Kein Baugesetz kann Fragen des interreligiösen Zusammenlebens lösen», argumentieren die Christlich-Jüdischen Projekte weiter. «Wir wehren uns gegen eine Scheinlösung, welche die wirklichen Probleme überdeckt», so ihr Präsident. Nötig sei vielmehr ein Dialog zwischen den Religionen, ein partnerschaftliches Miteinander, das auch die Differenzen anerkenne.

Begegnung im «Zelt Abraham»?
Um dem Ziel eines friedlichen Zusammenlebens näher zu kommen, arbeiten die CJP an einem Projekt, das die Muslime in Basel einbeziehen möchte. Die Idee von einem «Zelt Abraham» soll den gemeinsamen Nenner – den Stammvater Abraham – der drei Religionen Christentum, Judentum und Islam betonen. Das Zelt soll ein Ort der Begegnung sein und Raum für Gespräche bieten. Das Projekt befinde sich aber noch im Planungsstadium, erklärt Markus Christ.

Einig in der Ablehnung
Markus Christ ist sowohl Präsident der Stiftung CJP auch Kirchenratspräsident der reformierten Kirche Baselland. Wie steht die Kantonalkirche zur Minarett-Verbots-Initiative? Da ein Abstimmungstermin noch aussteht, hat sich die reformierte Kirche Baselland bisher nicht offiziell dazu geäussert. Eine allfällige Stellungnahme werde sich jedoch voraussichtlich, wie dies bei gesamtschweizerischen Abstimmungen auch sonst üblich sei, der Meinung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK anschliessen, sagt Christ. Der SEK lehnt die Initiative ebenfalls ab.

Karin Müller

Links:
www.cjp.chwww.sek-feps.ch