Logo
Gesellschaft

Aktuelle Themen aus christlicher Sicht kommentieren

Die Traditionssendung «Wort zum Sonntag» hat ein neues Team. Auf reformierter Seite sprechen Nathalie Dürmüller und Simon Gebs, beide aus dem Kanton Zürich.

Am 6. Oktober geht beim «Wort zum Sonntag» ein neues Team auf Sendung. Drei Frauen und zwei Männer werden in den nächsten beiden Jahren am Samstagabend um acht aktuelle Themen aus christlicher Sicht kommentieren. Die Theologinnen und Theologen der drei Landeskirchen tun dies mit ihrer persönlichen Meinung und im eigenen Namen.

Auf Kritik gefasst
Die neuen Gesichter auf reformierter Seite sind Nathalie Dürmüller und Simon Gebs. Beide leben und arbeiten im Kanton Zürich. «Als berufstätige Frau und Mutter sind mir Gender- und Gleichstellungsfragen wichtig», sagt Dürmüller. Am Herzen liegen ihr auch Gerechtigkeits- und Umweltthemen: «Über die Schöpfungsbewahrung werde ich sicher sprechen», fügt sie an.

Ihr erstes Pfarramt führte die heute 38-Jährige zur Schweizer Kirche in London, wo sie von 2008 bis 2012 wirkte. Im Moment ist sie Familienfrau in Zürich und als Pfarrstellenvertreterin tätig. Auf Kritik ist Dürmüller gefasst: «Damit muss man rechnen, wenn man seine Meinung äussert und nicht nur eine unverfängliche Kurzpredigt hält». Umso wichtiger findet sie es, persönlich voll und ganz hinter dem Gesagten stehen zu können.

Die Wahrheit nicht gepachtet
«Ich möchte erzählen, was mich und Menschen, denen ich begegne, umtreibt», sagt Simon Gebs, Pfarrer in Zollikon. Er freut sich darauf, über Widersprüchlichkeiten und menschliche Herausforderungen laut nachzudenken, ohne Anspruch, die Wahrheit gepachtet zu haben. Nebst dem Pfarramt war Gebs stellvertretender Kommandant der örtlichen Feuerwehr und wirkte von 2011 bis 2015 als Seelsorger für Rettungskräfte bei «Schutz und Rettung Zürich».

Heute engagiert sich der 53-Jährige im Care Team der kantonalen Feuerwehr und in der ökumenischen Notfallseelsorge. Irgendwann habe er gemerkt, dass er in Notfallsituationen gut funktioniere, erzählt Gebs. «Wenn es so richtig 'brennt' dazuzukommen und zu helfen – das macht für mich Sinn.»

Die ersten Auftritte
Nathalie Dürmüller spricht erstmals am 13. Oktober, Simon Gebs zwei Wochen später. Die beiden Reformierten folgen auf Christoph Jungen, Pfarrer im bernischen Stettlen und Catherine McMillan, Pfarrerin in Dübendorf und Zürcher Reformationsbotschafterin. Letztere hatte gleich mit ihrem zweiten Auftritt im November 2016 einen Rekord hingelegt. Über 26'000 Mal wurde ihr «Wort zum Sonntag» zum Thema «Bibel lesen ist kritisch» nach der Ausstrahlung im SRF-Videoplayer angeschaut.

Auf römisch-katholischer Seite werden Veronika Jehle, Spitalseelsorgerin in Zürich und Winterthur, und Urs Corradini, Pastoralraumleiter im luzernischen Entlebuch und Chef der katholischen Armeeseelsorge, die vierminütige Sendung prägen. Ergänzt wird das Team durch Antje Kirchhofer, christkatholische Pfarrerin in Aarau.

Christa Amstutz, reformiert.info, 28. September 2018