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Kirche

«Die Klinikseelsorge begleitet mich seit dem Studium»

Pfarrer Stefan Wohnlich hat die Seelsorgestelle in der Privatklinik Aadorf als Nachfolger von Pfarrerin Irmelin Drüner angetreten. Im Interview stellt er sich vor.

Seit 1. Januar 2019 ist Pfarrer Stefan Wohnlich Seelsorger an der Privatklinik Aadorf. Die mit zehn Stellenprozent ausgestattete evangelische Klinikseelsorge an der der Fachklinik für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie beinhaltet unter anderem Seelsorgegespräche und Andachten. Die Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau verantwortet dieses Seelsorgeangebot. Wohnlich tritt die Nachfolge von Pfarrerin Irmelin Drüner an. Der neue Klinikseelsorger stellt sich im Interview mit Brunhilde Bergmann vor.

Stefan Wohnlich, bevor Sie die Zentrumsleitung im Wohn- und Pflegezentrum Neuhaus in Wängi übernahmen, wirkten Sie fünf Jahre als Pfarrer in der Kirchgemeinde Altnau, zuvor sechs Jahre in Lütisburg SG. Was bedeutet Ihnen die Klinikseelsorge?
In meiner elfjährigen pfarramtlichen Tätigkeit bildete die Seelsorge immer einen klaren Schwerpunkt. Die Klinikseelsorge begleitet mich seit dem Lernvikariat bei Pfarrer Peter Kuster am Kantonsspital Frauenfeld. Meinen Entscheid für das Theologiestudium massgeblich beeinflusst hat das Buch eines Klinikseelsorgers.

Als Fachklinik für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie, behandelt die Klinik Aadorf Menschen deren Leben aus dem Gleichgewicht geraten ist...
Spirituelle Ressourcen leisten einen wichtigen Beitrag für die Bewältigung von Krisensituationen und Belastungen. Als Heimleiter eines Alters- und Pflegeheims waren neben Führungs- auch seelsorgerische Kompetenzen gefragt. Aus dieser Zeit nehme ich auch vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Palliativ Care, Demenz, Depression und Burnout mit sowie die Erfahrung, dass eine Pflege, die sich als ganzheitlich versteht, die spirituelle Dimension nicht ausblenden kann.

Was heisst das für Sie konkret?
In der Klinikseelsorge möchte ich die individuellen spirituellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten wahrnehmen und in Gesprächen, Gebeten, Ritualen und Feiern gestalten.

Sie sind Mitglied der Synode, Heimleiter in Wängi und nun auch Klinikseelsorger, geht das?
Auf Ende Februar 2019 gebe ich die Heimleitung ab. Das kleine Pensum als Klinikseelsorger lässt sich gut mit meiner neuen Tätigkeit als Organisationsberater verbinden.


(4. Januar 2019, Interview: Brunhilde Bergmann)


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