Logo
Gesellschaft

Daraja – Regionallager Cevi Ostschweiz

10.05.2019
Vom 13.-20. Juli findet das erste regionale Sommerlager des Cevi Ostschweiz statt. Rund 800 Teilnehmende werden in Langrickenbach (TG) eine Woche die Geschichte von Ronja Räubertochter miterleben.

21 Cevi-Abteilungen aus den Kantonen Thurgau, St. Gallen, Graubünden und Appenzell Ausserrhoden, sowie eine Gastabteilung aus Bern, haben sich zusammengeschlossen und führen im Sommer ein gemeinsames Zeltlager durch. Erwartet werden rund 400 Kinder im Alter von sieben bis 15 Jahren und etwa gleich viele Leiterinnen und Leiter.

Die Brücke
Der Lagername «Daraja» bedeutet Brücke auf Suaheli. Das Ziel des Sommerlagers ist Brücken zwischen den verschiedenen Cevi-Abteilungen zu schlagen. Auf dem Programm stehen verschiedene Geländespiele, Sportturniere, ein Gottesdienst und ein Theater zum Lagerthema Ronja Räu- bertochter. Im Zentrum des Lagers wird deswegen auch eine grosse Räuberburg stehen. Für sol- che Pionierbauten werden ungefähr 2000 Meter Rundholz verbaut. Damit die Infrastruktur gewährleistet ist, werden ausserdem 900 Meter Wasserleitungen und 1000 Meter Stromleitungen verlegt.

Mit Nachhaltigskeitskonzept
Das regionale Sommerlager untersteht einem Nachhaltigkeitskonzept. Der Cevi Ostschweiz will mit einem schonenden und nachhaltigen Umgang von Ressourcen ein Zeichen setzen. Beispiele dafür sind die Verwendung von regionalen und saisonalen Nahrungsmitteln, Resteverwertung und Abfalltrennung. Ausserdem wird die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr stattfinden.

Am Mittwoch, 17. Juli 2019 findet ein Besuchsnachmittag für alle Cevi-Interessierten statt. An diesem Nachmittag bietet sich die Gelegenheit, selbst am Lagerprogramm teilzunehmen, die Bauten auf dem Lagerplatz zu besichtigen und etwas Cevi-Lagerluft zu schnuppern. Ab Amriswil steht ein Shuttleservice im Einsatz, da es beim Lagerplatz keine Parkmöglichkeiten gibt.

 

Text und Fotos: Miriam Baumann – Kirchenbote SG, 10. Mai 2019


Von Jürg Hartmann erfasst am 06.01 2020 09:42

Fragen an...

Fragen an Buddha, Fragen an Allah, Fragen an Gott, Fragen an Manitou, Fragen an Mohammed, Fragen an das Göttliche im Menschen: Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

Kommentar erstellen