Logo
Kirche

Strategie unter Dach und Fach

Das Parlament der Evangelisch­-reformierten Kirche des Kantons Basel­-Stadt hat in seiner 
Sitzung Mitte Juni alle Anträge genehmigt.

An ihrer letzten ordentlichen Sitzung der laufenden Legislaturperiode segneten die Synodalen der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt (ERK BS) im Grossratssaal unter anderem das Strategiepapier zur Kirchenentwicklung ab. Unter Leitung einer Delegation aus Kirchenrat und Synode hatten interne Arbeitsgruppen in einem längeren Prozess die zentralen Aussagen zu den Themenfeldern Mission, Vision, Strategie und Leitbild formuliert. Der gemäss Kirchenratspräsident Lukas Kundert konsistente Text ist das Resultat von fast fünfzig Sitzungen. Nach längerer, teilweise hart geführter Diskussion nahm das Kirchenparlament nur gerade eine einzige Textkorrektur vor. Das Strategiepapier ist im Wortlaut auf der Homepage der ERK BS für die Öffentlichkeit einsehbar.

Arbeit beginnt erst

Kundert betonte, dass die eigentliche Arbeit mit der Verabschiedung des Strategiepapiers erst beginnt. In der kommenden Legislatur wird der Kirchenrat mit dem bisherigen Steuerungsteam jene Massnahmen definieren, mit deren Hilfe die Ziele realisiert werden können. Der Kirchenrat beginnt mit der Arbeit in den kommenden Sommermonaten. Sobald die neue Synode konstituiert ist, sind auch Synodale zur Mitarbeit eingeladen.
Kirchenratspräsident Lukas Kundert dankte den Synodalen für die hervorragende Arbeit in den vergangenen vier Jahren. Insbesondere erfreut zeigte er sich über die kürzliche Validierung des Abstimmungsresultats zur Kirchensteuer durch den Basler Regierungsrat: «Das deutliche Resultat der Abstimmung zur Kirchensteuer hat dafür gesorgt, dass keine Beschwerden eingereicht wurden.»

Sparen ist angesagt

Bei allen übrigen Geschäften folgte das Kirchenparlament den Anträgen. Namentlich waren dies der Jahresbericht und die Jahresrechnung 2018, der Jahresabschluss der Bau- und Vermögensverwaltung (BVV), die Zuteilung aus dem für Mission, Entwicklungs- und Flüchtlingshilfe bestimmten Budgetbeitrag sowie die Teilrevision der Steuerordnung. Die Jahresrechnung 2018 weist wiederum ein Defizit auf, diesmal in der Höhe von 2,7 Mio. Franken. Die Ertragsminderung bei den Kirchensteuern hat dabei ihre Spuren in der Rechnung deutlich hinterlassen. Die Rechnung der BVV schloss hingegen mit einem erfreulichen Bilanzgewinn von 2,8 Mio. Franken. Davon werden zwei Mio. Franken der ERK BS zur teilweisen Tilgung des Defizits überwiesen.

Toni Schürmann, kirchenbote-online, 26. Juni 2019