Logo
Wirtschaft

Film ab statt referieren

«Wirtschaft ist Care» – mit einem Kurzfilm will die Wattwiler Theologin Ina Praetorius diese Botschaft weltweit verbreiten.

Schnelle Kamerafahrten durch Stadt und Land, dargestellt in moderner Animationsästhetik, begleitet durch eine erklärende Männerstimme aus dem Off – mit diesem Film möchte der Verein «Wirtschaft ist Care» die Menschen erreichen. Ina Praeotorius und ihr Mann, der Pfarrer Hans Jörg Fehle, haben den Streifen auf eigene Kosten produziert. 

Menschen im Zentrum
Der Film plädiert dafür, nicht Geld ins Zen-trum der Wirtschaft zu stellen, sondern die Bedürfnisse der Menschen. Mit dieser Botschaft möchte Praetorius breite Bevölkerungsschichten erreichen. «Deswegen haben wir den Film auf Deutsch und Englisch produziert», erklärt sie. Aber weshalb gerade das Medium Film? «Die Leute mögen Filme», begründet Praetorius, und ergänzt: «Wir haben auch schon Postkarten und Comics gemacht.» Der Film eigne sich für Veranstaltungen, die Schule oder ökonomische Vorlesungen an der Uni als Alternative zu Referenten. «Denn Referate sind oft eine schwerfällige Sache», meint Praetorius.

5000 Klicks
Zudem könne sich der Film durch das Internet auf der Welt verbreiten. Viral gegangen sei er in den ersten drei Wochen allerdings noch nicht. Rund 5000 Mal wurde er insgesamt angesehen. Von Hunderttausenden von Klicks ist er noch weit entfernt. Dafür hat er schon zwei Awards gewonnen.

 

Text: Stefan Degen | Foto: Screenshot  – Kirchenbote SG, Oktober 2019

 


Von Jürg Hartmann erfasst am 06.01 2020 09:42

Fragen an...

Fragen an Buddha, Fragen an Allah, Fragen an Gott, Fragen an Manitou, Fragen an Mohammed, Fragen an das Göttliche im Menschen: Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

Kommentar erstellen