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Kirche

Jugendprogramm: «Wie fair bist du?»

28.10.2019
Sechs Schüler der sechsten Klasse sowie elf Mädchen im selben Alter sammeln spezielle Erfahrungen an diesem Nachmittag. Sie sehen sich als Einstieg einen Info-Film über Fair Trade an, erhalten einen Einblick in den Claro-Laden in Glarus und erledigen dort gleich das Einkaufen von Zutaten für das nachfolgende Backen von speziellen Muffins.

Jeden Monat ein Projekt anstelle der bisherigen Jugendgottesdienste: Das bietet Pfarrerin Dagmar Doll aus Glarus-Riedern ihren Schülerinnen und Schülern an. Wer will, kann nach wie vor die Jugendgottesdienste in Ennenda besuchen. Schüler aus Netstal sind an den speziellen Nachmittagen, während welchen sie die nötigen Punkte sammeln können, auch dabei.

Dieses Mal wird Kulinarisches mit Infos verknüpft. Der Film zum Einstieg macht klar, worum es geht: dass in den Entwicklungsländern bessere Arbeitsbedingungen herrschen, indem ein Fair-Trade-Vertrag abgeschlossen wird. Nicht, dass die Bauern bei der Ernte weniger verdienen, als sie beim Anbau investiert haben. Den Schülern leuchtet das ein. Später, im Claro-Laden an der Hauptstrasse 20 in Glarus, orientiert Geschäftsführerin Anita Staub über die Anliegen und die Geschichte des Claro-Ladens, der 1980 als Dritt-Weltladen gegründet wurde. Nach wie vor geht es um fairen Handel weltweit und vor allem um faire Arbeitsbedingungen.

Cocoba-Crème anstelle von Nutella

Logisch, dass die Schülerinnen und Schüler gleich an Ort und Stelle einkaufen. Sie decken sich mit Rohr-Zucker und Rapsöl ein und kaufen anstelle von Nutella Cocoba-Crème, welche mit biologisch produziertem Palmöl hergestellt wurde. Die Schüler wissen: Dafür mussten keine Regenwälder abgeholzt werden. Später dann, unterdessen im Jugendkeller, geht es an das, worauf sich die Jugendlichen besonders freuen – ans Backen.

Es bilden sich drei Gruppen. Jede wird zwölf «Nutella»-Muffins herstellen. Und hat eigenständig auszurechnen, wie viel Zutaten sie dafür benötigt. Man hilft einander, man ist konzentriert, auch mal übermütig und freut sich auf das Resultat. Nach einer kurzen Besinnung werden die köstlichen Küchlein schliesslich restlos aufgegessen.

Irène Hunold Straub