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Kirche, Politik

«Global denken, lokal handeln» – Klimagerechtigkeit in Glarus

25.01.2021
Von der Pandemie überschattet ist die Klimakrise die drängendste Frage unserer Zeit. Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein widmen sich dem Thema Klimagerechtigkeit in der ökumenischen Kampagne 2021.

«Ist doch gut, wenn es hier ein bisschen wärmer wird!» - «Muss ich schon nicht mehr so viel Schnee räumen.» Und: «Ich allein kann eh nichts ändern.» Dies sind die Sätze, welche die meisten zumindest einmal gedacht oder von anderen gehört haben, als sich das Gespräch um die Erderwärmung drehte. Der globale Norden spürt bislang noch wenig von der Klimakrise. 

Extreme Wetterereignisse, der Kampf um Ressourcen wie Trinkwasser und Lebensmittel erlebt der globale Süden jedoch heute schon. Daraus resultieren Krankheit und Armut, obwohl die dort lebenden Menschen kaum zur globalen Erwärmung beitragen.

Überwältigende Zahlen

Die grössten Treibhausgas-Emittenten sind die Industrienationen, zu denen auch die Schweiz gehört. Pro Jahr stösst die hiesige Bevölkerung allein mit ihrem Konsum 46,4 Millionen Tonnen COaus. Dazu kommen 65 Millionen Tonnen CO2, die an importierten Emissionen anfallen. Eine Milliarde Tonnen COzusätzlich verursacht die Schweizer Nationalbank mit klimaschädlichen Investitionen. Übernimmt die Schweiz – und der globale Norden – hierfür die Verantwortung?

Überwältigende Zahlen und Veränderungen, die bevorstehen. Wie die Schöpfung bewahren? Wie kann politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich der Weg gestaltet werden?

Auch wenn die Suppentage dieses Jahr voraussichtlich nicht stattfinden können, ebenso wie die Einführungsveranstaltung zur ökumenischen Kampagne, sollte dieses wichtige Thema nicht vergessen gehen.

Auf www.sehen-und-handeln.ch finden Sie alternative Vorschläge zu den klassischen Suppentagen, ganz konkrete Impulse für den eigenen Alltag und das Spendenkonto.

Viele Menschen auf der Welt sind auf unsere Solidarität angewiesen, deshalb ist jede Spende an Brot für alle hilfreich. Herzlichen Dank! 

Johanna Göring und Pfarrerin Christina Brüll