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Weltgebetstag 2015: Bahamas Paradies mit Problemen

01.01.2016
Weltweit beten Menschen am 6. März in ökumenischen Gottesdiensten zur Liturgie von Frauen der Bahamas. Sie setzen damit ein Zeichen gegen die Gewalt gegen Frauen auf dieser Traumdestination.

Traumstrände, Korallenriffe, Lebensfreude sowie eine ethnische und konfessionelle Vielfalt: Das bieten die 700 Inseln der Bahamas. Der Inselstaat zwischen den USA, Kuba und Haiti ist ein wirtschaftlich erfolgreiches, touristisches Sehnsuchtsziel.
Aber das vermeintliche Paradies hat mit Problemen zu kämpfen: extreme Abhängigkeit vom Ausland, Arbeitslosigkeit und eine erschreckend hohe Gewalt gegen Frauen und Kinder. Diese Sonnen- und Schattenseiten beleuchten Christinnen der Bahamas in ihrem Gottesdienst zum diesjährigen Weltgebetstag. Rund um den Erdball wird dieser am Freitag, 6. März, in Gottesdiensten gefeiert.

Häusliche Gewalt
Das Schwerpunktland des diesjährigen Weltgebetstages weist eine der höchsten Vergewaltigungsraten weltweit auf. Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder ist auf den Bahamas an der Tagesordnung. Die christlichen Frauen der bahamaischen Weltgebetstags-Bewegung benennen die Schattenseiten ihrer Heimat. Ihr Gottesdienst «Begreift ihr meine Liebe?» macht Hoffnung auf Gerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft.
Der Weltgebetstag ist eine grosse, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet. In den letzten Jahren waren dies Frauen aus Malaysia, Frankreich, Ägypten oder den Philippinen. Am ersten Freitag im März feiern dann Männer und Frauen in rund 170 Ländern der Erde mit dieser Liturgie.
In vielen Kirchgemeinden der Schweiz stehen Frauen hinter dem Weltgebetstag. Während der Feier wird jeweils eine Kollekte für Frauen- und Mädchenprojekte im Heimatland der Liturgie erhoben.


Zum Bild: «No»: Aktion des Bahamas Crisis Centre gegen die Gewalt gegen Frauen. | zvg 


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