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Leben in der Westbank

01.01.2016
Drei Monate lang lebte Jael Schärli als Beobachterin von Peace Watch in der Westbank und erlebte den Alltag der Palästinenser unter israelischer Besetzung.

Mit ihrer Kolumne im Oltner Tagblatt und ihrem Blog im Internet hat Jael Schärli schon einiges Aufsehen erregt. Die 24-Jährige aus Kappel weilte für drei Monate in Israel und Palästina. Sie lebte in der Westbank und beobachtete in einem Projekt des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen der Schweiz und Peace Watch das Geschehen an der Grenze zu Israel. Am 5. Juni berichtet Jael Schärli in der Pauluskirche Olten über ihre Erlebnisse im Westjordanland.
Jael Schärli beschränkte sich nicht nur auf die Beobachtung, sondern suchte das Gespräch mit den Palästinensern, den israelischen Soldaten an den Checkpoints und den Siedlern. Ihre Erfahrungen sind ernüchternd. Die wenigsten Israelis waren bereit, die Not und das Elend auf der anderen Seite der Mauer wahrzunehmen.
In ihrem Blog dokumentiert Jael Schärli ihre Erlebnisse. Sie nahm an Demonstrationen der Palästinenser teil, die im Tränengas untergingen. Und sie filmte, wie nachts Militärfahrzeuge durch die kleinen Ortschaften rasen, um die jungen Männer festzunehmen. Meist warten sie dann auf ihren Prozess, wenn es denn einen gibt, ohne zu wissen, was man ihnen vorwirft. «Ich wollte die Besetzung festhalten», erzählt Jael Schärli und zeigen, was es für die Palästinenser bedeutet, stundenlang am Grenzübergang warten zu müssen oder wenn sie durch die Mauer von ihrem Ackerland abgeschnitten werden.


Jael Schärli, Drei Monate auf der Westbank, Dienstag, 5. Juni, 19.30 Uhr, in der Pauluskirche Olten, Eintritt frei, Kollekte für Projekt EAPPI, ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel, Mitveranstalter Offene Kirche Region Olten

tz


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