Logo

Kirche an der Heso: «Ineluege is Böxli»

01.01.2016
In diesem Jahr nimmt die Reformierte Kirche Kanton Solothurn erstmals an der Herbstmesse in Solothurn teil. Mit 24 «Böxlis» zum Thema «ineluege».

Gesundheitsmatratzen, multifunktionale Küchenmixer und glänzende Fahrzeuge. An der Herbstmesse Solothurn Heso stellt das Gewerbe die neuesten Errungenschaften vor. Seit vier Jahren trifft das Publikum zwischen all den Ausstellern auch auf einen Stand der Solothurner Kirchen. «Wir wollen zu Bewusstsein bringen, dass die Kirche bunt und spannend ist, auch über die konfessionellen Grenzen hinweg», erklärt Christian Bürki, Pfarrer in Biberist. Die Kirchen arbeiteten heute an vielen Orten zusammen: «Gerade in der Praxis zeigt sich die ökumenische Zusammenarbeit.»
2012 werden an der Heso nicht nur konfessionelle Grenzen überwunden, sondern auch geografische. In diesem Herbst beteiligt sich erstmals mit der reformierten Kirche Kanton Solothurn auch der andere protestantische Kantonsteil am Stand.

«Wir wollen die Kirche nicht verkaufen»
Ist es nicht etwas billig, wenn Kirche so zwischen Gemüseraffel und Einbauküche auftritt? «Keineswegs», meint Pfarrer Christian Bürki. «Wir wollen die Kirche nicht verkaufen, sondern suchen das Gespräch. Wir wollen uns nicht in die Kirchenmauern eingrenzen lassen.» Kirche geschehe ja nicht nur in den Gotteshäusern, sondern da, wo Begegnung stattfindet und sich etwas bewegt. Das würden die Besucher durchaus verstehen. 2008 hatten die Kirchen einen besinnlichen Auftritt zum Thema Zeit, bei «dem zahlreiche gute Gespräche entstanden», erzählt Christian Bürki.
Thematisch zeigen sich die Kirchen in 24 verschiedenen Boxen. Wer die Türen dieses dreidimensionalen Adventkalenders öffnet, sieht, welche Aufgaben die Kirchen in der Gesellschaft übernehmen. Jedes Türchen soll «gluschtig» machen, «ine zluege». Die «Böxli» zeichnen das Bild einer bunten, vielfältigen Kirche, die verschiedenste Interessengruppen und Angebote vereint.

Kirche und Messe
Kirche und Messe haben eine lange Tradition. Im Mittelalter fanden jeweils vor den Kathedralen die Märk­­te statt, auf denen Mysterienspiele aufgeführt wurden. Auch heute nutzen viele Kantonalkirchen die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Die Basler und Baselbieter Kirchen stellen ihr Angebot an der «Muba» vor.
In diesem Frühling mit einem «Kirchengarten», der mit altem Mauerwerk, grüner Gartenlandschaft und Ruhebänken in all der Hektik der Menschenmassen zum Verweilen einlud.



Der Stand an der Herbstmesse befindet sich in Halle 4 und trägt die Nummer 400.
Die Landes­kirchen sind vom 21. bis 30. September an der Messe vertreten.

Tilmann Zuber


ÄHNLICHE ARTIKEL