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Dem Herzen folgen

01.01.2016
Zum Anlass der Weltmeister-schaft sprach Benjamin Huggel im Jugendgottesdienst «Connected» der Fachstelle für Jugendarbeit Baselland.

Herr Huggel, was hat der Fussball Ihnen gegeben?
Fussballspielen bereitete mir von allem am meisten Freude. Ich habe sehr viel erlebt in meiner Karriere. Es war eine Lebensschule, in der ich mich mit guten und schlechten Dingen auseinandersetzen musste. Ich habe gelernt mit Emotionen aller Art umzugehen Frust, Neid, Freude, Eifersucht.

Wie gingen Sie als aktiver Fussballer mit dem Leistungsdruck um?
Ich selber habe das nicht als so schlimm in Erinnerung. Aber ich kenne Kollegen, die unter dem Druck gelitten haben.

Wie haben Sie das weggesteckt?
Ich hatte grosse Freude am Spielen und habe an mich selber geglaubt. Ich war überzeugt davon, dass ich am richtigen Ort war und gut genug, um mithalten zu können. Meine Eltern, meine Frau und meine Freunde haben mich darin immer unterstützt und bestärkt. Das hat mir geholfen.

Hat Ihnen der Glaube Halt gegeben in Ihrer Karriere?
So weit würde ich nicht gehen. Ich bin nie aus der Kirche ausgetreten und glaube an Gott. Aber für meine Karriere hat der Glaube keine besondere Rolle gespielt. Ich ging während meiner aktiven Zeit nicht sehr oft in die Kirche und gehörte nicht zu den Spielern, die vor einem Match beten. Ich fand, das hatte nichts miteinander zu tun.

Was raten Sie fussballbegeisterten Jugendlichen, die zwischen Schule und Sport hin- und hergerissen sind?
Es ist schwierig, hier Tipps zu geben. Sie sollen auf ihr Herz hören.

Haben Sie auf Ihr Herz gehört?
Ich hatte das Glück, dass meine Eltern mich nie zu etwas gedrängt haben. Davon habe ich profitiert. Ich konnte meinem Herzen folgen, ja.

kim


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