Logo

HEKS setzt auf Swissness

01.01.2016
Mit einem neuen Logo gibt sich das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS ein klares Profil: schweizerisch und christlich.

Swissness ist angesagt. Das weisse Kreuz prangt auf etlichen Schweizer Produkten. So auch seit kurzem auf dem Logo von HEKS. Die weisse Ähre auf rotem, viereckigen Grund erinnert an das Schweizerkreuz, der Name HEKS an den Ursprung des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen Schweiz. Seit Anfang Mai steht das neue Logo auf der Webseite und auf allen Dokumenten von HEKS.
Mit dem neuen Erscheinungsbild betont das Hilfswerk ausdrücklich seine christlichen Wurzeln. Die äusserliche Anpassung des alten Logos, das seit 1977 verwendet wurde, erscheint zunächst subtil. Sie drückt aber eine bewusste inhaltliche Profilierung aus. «Die Bildmarke soll die wesentlichen Merkmale von HEKS widerspiegeln», erklärt Dieter Wüthrich, Leiter Medien und Information bei HEKS.

Über sprachliche Grenzen hinweg
Das Hilfswerk werde mit dem neuen Logo «dreifach verortet», so Wüthrich: Der Bezug zum Schweizerkreuz zeige seine Herkunft, das christliche Kreuz verweise auf die Werte und den kirchlichen Hintergrund, die Ähre symbolisiere pflanzliches Wachstum, was auf einen Schwerpunkt der Arbeit von HEKS hinweise, die Entwicklung im ländlichen Raum. Neu ist zudem, dass die Deutschschweiz und die Romandie das gleiche Logo verwenden, das den einheitlichen Schriftzug «HEKS/EPER» trägt. «Damit werden im Logo erstmals die beiden Sprachregionen als konstituierende Teile unserer Organisation deutlich erkennbar gemacht», betont Dieter Wüthrich.
Dass der Name HEKS beibehalten wird, beschloss der Stiftungsrat vor fünf Jahren aufgrund einer Umfrage. 2010 suchte das Hilfswerk einen neuen Namen. Das Kürzel HEKS werde ausserhalb der kirchlichen Kreise oft nicht verstanden, argumentierte Direktor Ueli Locher. Die Vorschläge für Bezeichnungen wie «Respecta» und «Vitalibra» sollten die Bekanntheit des Hilfswerks in der Öffentlichkeit erhöhen und ausserdem in allen Landessprachen verständlich sein. Doch die Namen kamen schlecht an. Die Abstimmung zeigte ein deutliches Resultat: Von den über 10 000 Befragten sprachen sich 80 Prozent für das herkömmliche HEKS aus.

Über religiöse Grenzen hinweg
Im Gegensatz zum Roten Kreuz, für das in den muslimischen Ländern der Rote Halbmond tätig ist, tritt das HEKS mit dem neuen Logo auch im Ausland erkennbar als christliche Schweizer Organisation auf. Darin sieht Dieter Wüthrich keine Schwierigkeit: «Wir arbeiten bei unseren Projekten ganz bewusst fast immer mit lokalen Partnerorganisationen vor Ort zusammen. Wir schicken keine grossen eigenen Nothilfe-Delegationen in Krisengebiete.» Der Stiftungsrat von HEKS sieht die Arbeit im Ausland nicht durch das Kreuz im Logo gefährdet: «Man kann sich mit unterschiedlichen weltanschaulichen und religiösen Grundüberzeugungen für die uns wichtigen Werte und Anliegen einsetzen und partnerschaftlich zusammenarbeiten.»


Dieser Artikel stammt aus der Online-Kooperation von «reformiert.», «Interkantonaler Kirchenbote» und «ref.ch».


Zum Bild: Das neue Logo des HEKS.
HEKS

Karin Müller / kirchenbote-online.ch / 29. Mai 2015


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