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«Sanfte Hügel, raue Gipfel Lebensraum Berge»

01.01.2016
Im September wird in allen christlichen Kirchen der Schweiz die Schöpfungszeit gefeiert. Dieses Jahr stehen die Berge im Mittelpunkt. Der Verein «oeku Kirche und Umwelt» plädiert für einen schonenden Umgang mit diesem vielseitig genutzten Lebensraum.

Berge bilden die Verbindung zwischen Himmel und Erde. In den biblischen Erzählungen begegnet Gott den Menschen oft auf einem Berg, man denke an den Berg Sinai, wo Moses die zehn Gebote empfing, oder an die Bergpredigt von Jesus. Berge sind für viele Menschen Orte spirituellen Erlebens: Dort ist Erhabenheit und Stille, dort kommt man zu sich selbst. Auch die Hügel im Mittelland sind alltagssprachlich Berge. Wie der Tempelberg Zion in Jerusalem können sie unscheinbar sein und dennoch eine hohe spirituelle Bedeutung haben. Dies wussten schon unsere Vorfahren, die vom Unterland bis weit hinauf in die Berge Kirchen, Pilgerwege, Kapellen und Gipfelkreuze errichteten und damit an Gottes Gegenwart erinnerten.

Für zukünftige Generationen erhalten
Die Alpen gehören mit ihren etwa 30 000 Tier- und 13 000 Pflanzenarten zu den artenreichsten Gebieten Europas. Die Leitidee für die landwirtschaftliche, touristische, energetische und verkehrsmässige Nutzung der Bergwelt müsse die Nachhaltigkeit sein, betont die oeku. Der Lebensraum Berge müsse zukünftigen Generationen möglichst intakt übergeben werden. So blieben die Berge auch in Zukunft Ort für die spirituelle Erfahrung.
Viele Kirchen feiern im September Erntedankgottesdienste. Der 1. September bezeichnet bei den orthodoxen Kirchen den Tag der Schöpfung und der 4. Oktober ist der Gedenktag des Franz von Assisi und Welttiertag. Zwischen diesen beiden Daten liegt die «Schöpfungszeit».

Regionaler Auftakt in Reigoldswil
Am Freitag, 4. September, findet in der Region Nordwestschweiz der Auftakt zur diesjährigen Schöpfungszeit statt. Sinnigerweise geschieht dies bei der einzigen «Bergbahn» in der Region Basel, der Wasserfallen-Bahn. Bei der Bergstation treffen sich alle Interessierten. Von dort aus wandert die Gruppe auf einem Stationenweg (KleinweidliRochuskapelleunter dem ChellenköpfliBärengraben) zusammen mit Rémy Suter, Präsident der Kirchenpflege Ziefen-Lupsingen-Arboldswil und Konservator im Reigoldswiler Ortsmuseum Im Feld. Die Verpflegung für die rund eineinhalb Stunden dauernde Wanderung erfolgt aus dem eigenen Rucksack. Gutes Schuhwerk ist empfohlen.
Um 19.15 Uhr wird in der Kirche Reigoldswil ein kurzer Gottesdienst zum Thema «Lebensraum Berge» gefeiert mit Pfarrerin Kerstin Bonk, Reigoldswil, Pfarrer Daniel Frei, Pfarramt weltweite Kirche, und Pfarrer Stephan Degen-Ballmer, Präsident oeku. Anschliessend informiert Rémy Suter in einem Kurzvortrag über den Baselbieter Jura.


Die Auftaktveranstaltung ist kostenlos Kollekte. Um Anmeldung wird gebeten: weltweite.kirche@refbl.ch oder 061 260 22 47.



Zum Bild: Die Berglandschaften sollen auch für künftige Generationen als Orte für spirituelle Erfahrungen erhalten bleiben.

pd

Links:
Weitere Informationen: www.refbl.ch/refbl/veranstaltungen


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