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Den Jungen eine Stimme geben

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28.05.2022
Dominik Murer aus Tägerwilen und Marc Bührer aus Matzingen nehmen am 27. Juni als frisch gewählte Mitglieder erstmals an einer Sitzung der evangelischen Synode teil. Das Besondere dabei: Murer ist 21, Bührer erst 18 Jahre jung.

Sie wollen die Ideen der j├╝ngeren Generation in die Synode einfliessen lassen. Deshalb haben sich Marc B├╝hrer und Dominik Murer ins evangelische Kirchenparlament w├Ąhlen lassen. Der Bezug zum kirchlichen Leben der beiden geschah auf ganz unterschiedliche Weise. Dominik Murer besuchte bereits in der ersten Klasse die Jungschar und war sp├Ąter sieben Jahre lang Jungscharleiter. ┬źZudem faszinieren mich demokratische Prozesse ┬╗, sagt der 21-j├Ąhrige Kantisch├╝ler, der nach der Matura Jura studieren m├Âchte. Als ein Platz in der Kirchenvorsteherschaft frei wurde, meldete er sich. Marc B├╝hrers Zugang zum kirchlichen Leben erfolgte ├╝ber den Religionsunterricht und vor allem ├╝ber sein Klavierspiel. ┬źBereits in der f├╝nften und sechsten Klasse wurde ich als Kirchenmusiker engagiert┬╗, sagt B├╝hrer, der im letzten Ausbildungsjahr zum Fleischfachmann steht. B├╝hrer sagt dazu: ┬źDen jungen Menschen eine Perspektive geben und daf├╝r besorgt sein, dass das Konstrukt Kirche weiterbesteht, das ist meine Motivation.┬╗

Verantwortung ├╝bernehmen
Als Dominik Murer an einer Sitzung der Kirchenvorsteherschaft von einem freiwerdenden Sitz in der Synode erfuhr, meldete er sich spontan. ┬źIch finde es cool, auch auf kantonaler Ebene Verantwortung zu ├╝bernehmen ┬╗, sagt Murer. Auch B├╝hrer hob den┬áFinger, als nach einem neuen Mitglied f├╝r die Synode gesucht wurde und erntete zuerst Erstaunen. ┬źSie hatten wohl nicht mit mir gerechnet, da ich so jung bin┬╗, sagt B├╝hrer lachend.

Vorfreude auf erste Synodesitzung
Beide besuchen den Einf├╝hrungsabend am 8. Juni f├╝r erstmals in die Synode Gew├Ąhlte, bei dem sie unter anderem einen Einblick in den Sitzungsablauf der Synode erhalten. In erster Linie freuen sich beide auf den 27. Juni, den Tag ihrer ersten Synodesitzung. ┬źIch hoffe, mich mit anderen Synodalen austauschen zu k├Ânnen, die schon l├Ąnger dabei sind. Ausserdem kenne ich schon einige Leute, das macht es einfacher┬╗, sagt Murer. B├╝hrer sieht in seinem Synodesitz einen Mehrwert f├╝r die Gemeinde und freut sich auf die kirchenrechtlichen Themen. Als so junger Mensch k├Ânne man sehr lange dabei sein und miterleben, was sich ver├Ąndert, oder eben auch nicht ver├Ąndert. Das gemeinsame Ziel der beiden Jungsynodalen lautet: ┬źWir wollen ein Zeichen setzen, dass wir Jungen da sind.┬╗

Hier geht es zum Artikel┬á┬źWird Pfarrer Hansruedi Vetsch neuer Pr├Ąsident?┬╗

 

(Claudia Koch)

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