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Ein junger Geist in altem Gemäuer

01.01.2016
Mit der «Weltsprache Musik» soll am 22. Mai das Pfingstwunder erfahrbar gemacht werden. Den Anlass im Rahmen der Kampagne «Feste feiern» hat der junge Musiker Simon Wunderlin organisiert.

«Und sie wurden erfüllt vom Heiligen Geist und begannen zu predigen in andern Zungen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.» So wird in der Apostelgeschichte vom Pfingstwunder berichtet. Obwohl alle in verschiedenen Sprachen redeten, verstanden sie sich. Wunschdenken oder Realität? Für den freischaffenden Schlagzeuger und Marimbafonisten Simon Wunderlin eine klare Sache: Realität. Eine, die am 22. Mai im und rund ums Münster erfahrbar wird. Dann nämlich erklingt im Rahmen der Kampagne «Feste feiern» die «Weltsprache Musik».
Der 26-jährige Musiker Simon Wunderlin, Mitglied des Musikernetzwerks Crescendo, das schon im vergangenen Jahr die «Nacht des Glaubens» erfolgreich durchgeführt hat, ist für das Programm verantwortlich. «Mich hat die Aufgabe fasziniert, prägen doch Tradition und Geschichte das Münster und den Kreuzgang.» Wunderlin möchte diese einmalige Atmosphäre nutzen und die Räume neu erklingen lassen. «Bei SpiegelAngstWunder werden wir mit der Installation von Lautsprechern einen neuen Raum inmitten der alten Mauern schaffen. Die Qualität des historischen Raums wird so neu erfahrbar. Auch mit Lichteffekten arbeitet Wunderlin, sie werden dem Raum eine ungewohnte Ausstrahlung verleihen.
Der Kreuzgang wird zum Ort der Begegnung, sozusagen zur Wandelhalle, in der man sich über die Weltsprache Musik austauschen kann und sich verpflegen. Spielorte sind nebst dem Münster die Kreuzganghalle sowie die Magdalenen- und Niklauskapelle. «Weil keine Anlässe parallel stattfinden, verpasst niemand ein Konzertereignis», sagt Simon Wunderlin. Das Pfingstfestival «Weltsprache Musik» beginnt um 19 Uhr in der Kreuzganghalle, das musikalische Schlussfeuerwerk erklingt um 22.45 Uhr im Münster. Auf diesen Programmpunkt macht der junge Musiker besonders aufmerksam. «Alle Musikerinnen und Musiker werden dann gemeinsam spielen und mit dem Publikum zusammen singen einen Choral.» In diesem Moment werden die Gegensätze von Geschichte, Tradition und Gegenwart und Moderne in der Weltsprache Musik verschmelzen. Ein pfingstliches Ereignis, das verstehbar und erfahrbar ist.

Musikalische Inspiration
Simon Wunderlin konnte sechs Formationen aus dem In- und Ausland für den Anlass gewinnen: Das Gymnasium Liestal Jazz Orchestra, das Christoph Georgii Trio, Ricky Leroy Brown, die Formation TBE Crescendo, die Gruppe Waves und SpiegelAngstWunder, bei denen unter anderen Simon Wunderlin am Marimbafon zu hören sein wird.
Wenn Simon Wunderlin über das Programm und den Hintergrund des Anlasses spricht, dann leuchten seine Augen und man spürt, mit welcher Inspiration er «Weltsprache Musik» organisiert hat. Wunderlin wünscht sich, dass sich diese Begeisterung am 22. Mai auf das Publikum überträgt.




Programm
> 19 Uhr, Kreuzganghalle: Gymnasium Liestal Jazz Orchestra
> 19.30 Uhr, Magdalenenkapelle: Christoph Georgii Trio
> 20.15 Uhr, Niklauskapelle: Ricky Leroy Brown
> 20.45 Uhr, Madalenenkapelle: TBE Crescendo
> 21.15 Uhr, Münster: Waves
> 22 Uhr, Münster: SpiegelAngstWunder
> 22.45 Uhr, Münster: Schlussfeuerwerk


Zum Bild: Beim vom jungen Schlagzeuger Simon Wunderlin zusammengestellten Programm für «Weltsprache Musik» geht es ebenfalls Schlag auf Schlag. | zVg/Fotomontage Kirchenbote

Franz Osswald

Links:
Weitere Infos: www.erk-feste-feiern.chwww.simonwunderlin.comwww.crescendo.com


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