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Leben & Glauben

Tourismus: Basler Krippenweg

09.12.2022
www.krippenweg.ch

;Seit 2017 beteiligen sich mehr als 40 Detailhandelsgeschäfte in der Basler Innenstadt am Krippenweg, indem sie eine Krippe in ihr Schaufenster stellen», sagt Rebekka Scartazzini, Pfarrerin an der Peterskirche. «Die Krippe steht in der Weihnachtszeit für das Ankommen und den Neuanfang durch die Geburt Jesu. Sie ist Sinnbild für den Moment der Ruhe und Besonnenheit.» Letztendlich stehe die Krippe auch für eine Form der Geborgenheit in unwirtlicher Umgebung, wie die Evangelien die Ankunft von Maria und Josef in Bethlehem beschreiben. Die Krippendarstellungen würden die Menschen während eines Spaziergangs durch die Stadt oder auf dem Weg zur Arbeit an den Ursprung des Weihnachtsfestes in all seiner Vielfarbigkeit erinnern. 

Regine Arber, ehemalige Primarlehrerin und mit Basel sehr verbunden, brachte die Idee eines Krippenwegs vor sieben Jahren aus Estavayer-le-Lac in die Stadt am Rheinknie. Als sie diese dem Pfarrer der Peterskirche, Benedict Schubert, präsentierte, war er sofort Feuer und Flamme, obwohl klar war, dass dies zusätzlichen Aufwand bedeutete. Daran hat sich aktuell nichts geändert. Es ist ein Projekt entstanden, das von der Peterskirche der ERK Basel West, der christkatholischen Kirche, der Pfarrei St. Marien und den Geschäften IG Spalenvorstadt getragen wird. Seit 2018 gestalten S. Conzelmann und J. J. Schaffner die Website und den Flyer. Auch sie arbeiten unentgeltlich. «Zwar hat sich der Krippenweg mittlerweile institu-tionalisiert, das ehrenamtliche Engagement ist jedoch nach wie vor hoch, und die Suche nach Sponsoren für die Website, den Druck der Flyer und die Rahmenveranstaltungen geht unvermindert weiter», erklärt Regine Arber. Die ausgestellten Weihnachtskrippen laden zum Innehalten und Durchatmen ein. Sie tun es diskret und unaufdringlich. Davon lassen sich erfreulicherweise manchmal auch jene berühren, die eigentlich mit der Kirche und dem, was die Kirche vertritt, nicht (mehr) viel anfangen können. 

Toni Schürmann, 9.12.2022, Kirchenbote