Berner Grosser Rat hält an Kirchensteuer für Firmen fest
Der Grosse Rat des Kantons Bern sprach sich am Mittwoch mit 117 zu 18 Stimmen bei 16 Enthaltungen für den Erhalt der bestehenden Kirchensteuer für Unternehmen aus. Damit zahlen Firmen im Kanton Bern weiterhin Kirchensteuern zugunsten der drei bernischen Landeskirchen. Ein Vorschlag des Regierungsrats, kleinere Unternehmen von der Steuer zu befreien, sowie eine Kompromissvariante der vorberatenden Kommission fanden keine Mehrheit.
Ausgelöst wurde die Debatte durch einen 2023 eingereichten Vorstoss von Grossrat Carlos Reinhard (FDP), der die Kirchensteuer für Unternehmen freiwillig machen wollte. Zusätzlich beschloss der Rat, dass die Kirchgemeinden im Kanton Bern künftig transparenter offenlegen sollen, wofür sie diese Steuereinnahmen verwenden.
Die bernischen Landeskirchen begrüssten den Entscheid gemäss einer Mitteilung. Der Grosse Rat bringe den Kirchen damit Vertrauen entgegen. «Wir danken den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern für dieses Vertrauen», wird Judith Pörksen Roder, Synodalratspräsidentin der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn (Refbejuso), in der Mitteilung zitiert.
Die Kirchensteuer juristischer Personen bringt den Kirchgemeinden im Kanton Bern aktuell rund 40 Millionen Franken pro Jahr ein.
Berner Grosser Rat hält an Kirchensteuer für Firmen fest