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Die Bibel auf dem Smartphone lesen

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23.11.2016
Weg vom verstaubten Image: Die frisch revidierte Lutherbibel gibt es neu als kostenlose App zum Herunterladen. Auch die Zürcher Landeskirche arbeitet derzeit an einer Bibel-App.

Das Reformationsjubil├Ąum beginnt, und die neue Lutherbibel ist im Buchhandel erh├Ąltlich. Dazu hat sich die Evangelische Kirche Deutschland etwas Besonderes einfallen lassen: Sie stellt w├Ąhrend eines Jahres eine kostenlose Bibel-App zum Herunterladen zur Verf├╝gung (www.die-bibel.de). Prominente wie Fussball-Trainer J├╝rgen Klopp bewerben das Angebot und outen sich dabei als Luther-Fan: ┬źIch mag Luther, weil er f├╝r die Unterprivilegierten und Ausgeschlossenen gek├Ąmpft hat. Er war der Anwalt der kleinen Leute und hat viel daf├╝r riskiert, damit wir ein positives Gottesbild haben k├Ânnen┬╗, l├Ąsst sich Klopp auf der Webseite der Deutschen Bibelgesellschaft zitieren.

Gutes Vehikel
Eva Thomi, Die Gesch├Ąftsf├╝hrerin der Schweizerischen Bibelgesellschaft findet die App eine gute und n├╝tzliche Sache. ┬źAuf diese Weise kann man mit neuen Technologien den alten Luther kennenlernen┬╗, sagt sie. Die Aufgabe der Bibelgesellschaften weltweit sei es, den Menschen das Buch der B├╝cher in verschiedenen Formaten und in ihrer Muttersprache zug├Ąnglich zu machen. Eine App sei da ein gutes ┬źVehikel┬╗. Insbesondere um junge Leute zu erreichen und f├╝r die Bibel zu begeistern. Denn diese habe schon viele Biografien positiv ver├Ąndert.

Zudem sei die neue App sehr leserfreundlich und biete viele zus├Ątzliche Informationen wie ein Lexikon oder geografische Karten zur Orientierung. Thomi sieht hinter dem kirchlichen Marketing auch einen klaren betriebswirtschaftlichen Nutzen: ┬źVielleicht wird der eine oder andere neugierig, und kauft sich eine gedruckte Luther-Bibel.┬╗

Reformatorischer Gedanke
Und wie kommt die App bei der Z├╝rcher Botschafterin f├╝r das Reformationsjubil├Ąum, der D├╝bendorfer Pfarrerin Catherine McMillan an? ┬źIch finde das Angebot sehr n├╝tzlich┬╗, sagt sie. ┬źMan hat nicht immer die ganze Bibel bei sich, da ist es auch f├╝r Pfarrpersonen praktisch, wenn man kurz auf dem Smartphone nachschlagen kann ÔÇô sei es bei Beerdigungsgespr├Ąchen oder im Konfirmations-Unterricht.┬╗

Wie Thomi ist auch McMillan der ├ťberzeugung: Leute unter 30 sollen auf diese Weise gezielt angesprochen werden. Schliesslich sei es ein sehr reformatorischer Gedanke, die Bibel mit ihren ┬źunglaublich sch├Ânen und tiefsinnigen Texten┬╗ wieder zug├Ąnglicher zu machen. Dass Prominente f├╝r die Bibel werben, gef├Ąllt ihr. Lachend f├╝gt sie hinzu: ┬źMit Roger Feder k├Ânnte auch die Schweiz locker mithalten. Das w├Ąre dann gleich eine ├Âkumenische Aktion, denn er ist katholisch.┬╗

Ausgew├Ąhlte Texte
Bibel-Apps scheinen im Trend. So arbeitet derzeit auch die reformierte Z├╝rcher Kirche in Zusammenarbeit mit dem Reformierten Bund in Deutschland an einer App zur reformierten Fr├Âmmigkeit. Sie soll im Fr├╝hling 2017 erh├Ąltlich sein und unter anderem t├Ąglich abwechslungsreiche und ├╝berschaubare Leseportionen mit Texten aus dem Neuen und Alten Testament bieten ÔÇô mit der Z├╝rcher Bibel als Grundlage.

Sandra Hohendahl-Tesch / reformiert. / 23. November 2016

Dieser Artikel stammt aus der Online-Kooperation von ┬źreformiert.┬╗, ┬źInterkantonaler Kirchenbote┬╗ und ┬źref.ch┬╗.

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