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Synode der reformierten Kirche Kanton Luzern

Die Synode erteilt der Chat-Seelsorge grünes Licht

von Tilmann Zuber
min
23.11.2023
Die Synode der Reformierten Kirche Kanton Luzern hat dem Ausbau des Seelsorgeangebotes grünes Licht erteilt. Pionierhaft ist der Aufbau einer Chat-Seelsorge mit der Dargebotenen Hand.

In den vergangenen Jahren haben die Krisen zugenommen. Die Synode hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich f√ľr eine strategische St√§rkung der Seelsorge ausgesprochen. In Luzern arbeiten Pfarrer und Pfarrerinnen in den Spit√§lern, Gef√§ngnissen, in der Psychiatrie, bei der Polizei oder an der Hochschule. Die Notwendigkeit der Seelsorge an diesen Orten war in der Synode unbestritten.

Die Seelsorge wird geschätzt

Die Seelsorge sei eine Kernaufgabe der Landeskirche, betonte Synodalr√§tin Lilli Hochuli. ¬ęDie Arbeit der Pfar¬≠rerinnen und Pfarrer wird sehr gesch√§tzt.¬Ľ Der Bericht des Synodalrats zeigt, dass die Nachfrage zunimmt und deshalb mit einem Stellenausbau zu rechnen ist. Eindr√ľcklich berichteten einzelne Synodale, wie sehr ihnen der Besuch des Pfarrers und das Gebet w√§hrend ihres Spitalaufenthaltes geholfen habe. Die Synode stimmte dem Antrag zu.

Gr√ľnes Licht erteilten die Synodalen auch dem Start der Chat-Seelsorge. Das Pilotprojekt wird in Zusammenarbeit mit der Dargebotenen Hand in den kommenden drei Jahren durchgef√ľhrt. Die Synode hiess daf√ľr einen Betrag von 95000 Franken gut. Die Wichtigkeit des Projekts war unbestritten, dennoch bef√ľrchteten einzelne Synodale, dass nun an der Seelsorge in den Kirchgemeinden gespart werde.

F√ľr Lilian Bachmann, Synodalratspr√§sidentin der Reformierten ¬≠Kirche Kanton Luzern, ist die Chat-Seelsorge eine Erg√§nzung zum analogen Seelsorgeangebot. Die Kirche wolle innovativ in die Zukunft gehen und an Bew√§hrtem festhalten. Mit dem digitalen Angebot erreiche man eine junge und mobile Zielgruppen. Weiter sei so auch die digitale Kommunikation rund um die Seelsorge m√∂glich, weil dadurch auch ein entsprechendes Angebot zur Verf√ľgung stehe. Dies sei ohne Medienbruch m√∂glich und erh√∂he die Sichtbarkeit.

Schaffung von Fonds

Die Synode bef√ľrwortete auch, dass die Kantonalkirche in Zukunft Fonds f√ľr die verschiedenen Projekte √∂ffnen will. Der Vorteil eines Fonds sei, so Synodalrat und Finanzvorstand Norbert Schmassmann, dass er bei einem positiven Rechnungsabschluss alimentiert werden k√∂nne und sich auch Dritte an der Finanzierung beteiligen k√∂nnten.

Weiter ging es dann mit den Finanzen: Die Synodalen bewilligten den Bericht und Antrag zum Aufgaben- und Finanzplan 2024 bis 2027 sowie das Budget f√ľr das kommende Jahr. Der Voranschlag schliesst bei einem Aufwand von rund 2,56 Millionen Franken mit einem Minus von rund 130000 Franken ab. Der budgetierte Aufwand√ľberschuss sei ver¬≠tretbar, so Schmassmann, da in den letzten Jahren durch positiven Rechnungsabschluss das Eigenkapital erh√∂ht werden konnte.

Die Synode befasste sich auch mit Wahlgesch√§ften: Katharina Murri ¬≠aus Horw wurde in die Gesch√§ftspr√ľfungskommission gew√§hlt. Feierlich wurden drei Synodale, die neu ihr Amt antreten, in die Pflicht genommen: Sarah Sylviane Neuenschwander, Peter Schaerer und Gerhard ¬≠Zeilinger.

Mit Freude empfangen wurde auch Judith Schmutz. Die Kantonsratspr√§sidentin gr√ľsste die Synodalen und zog in ihrem Eingangsvotum zur Synode einen Vergleich zwischen dem Kantons- und dem Kirchenparlament. Und da zeigten sich viele Gemeinsamkeiten.

 

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