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Glarner Reformationsgeschichte in Romanform gegossen

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04.11.2016
Es begann als Maturaarbeit und wurde zu einem historischen Roman. Mittlerweile erfreut die «Chronik des Balthasar Hauser» von Alfonso Hophan eine viel grössere Leserschaft als anfangs vermutet.

«Geschichten wollte ich immer schreiben», so der 23-jährige Autor aus Näfels, der Jura in St. Gallen studiert. Tatsächlich brauchte es aber ein wenig Druck, um diese Geschichten zu Ende zu schreiben. Da kam die Maturaarbeit gerade recht.

Also schuf Alfonso Hophan die Figur des Balthasar Hauser, der als armer Waisenjunge in Bilten von einer gut situierten Familie aufgenommen wird. Er lernt durch seinen Freund Peter die Täuferbewegung kennen und findet sich im Glarnerland um 1526 mitten in den Wirren der Reformation wieder. Balthasar Hauser ist zunächst begeistert von der neuen Lehre, als er jedoch in der Kirche in Glarus den Altarraum verwüsten soll, trifft er auf Valentin Tschudi, den Ortspfarrer. Dieser, ein Schüler und Verehrer Zwinglis, versucht ein Brückenbauer zwischen den beiden Lagern zu sein. Er lehrt Balthasar lesen und schreiben, und so wird es diesem als alter Mann möglich, seine Chronik zu verfassen. Hophans Werk ist ein Roman voller historischer Fakten, die die fiktive Person Balthasar Hauser spannend und detailreich erzählt.

Viel recherchiert

Der Autor ist ein Freund des historischen Romans. Wenn dieser gut geschrieben sei, könne er wie eine Zeitmaschine wirken und Menschen direkt in die Zeit zurück versetzen. Für das Buch hat er viel recherchiert, ist ins Archiv gegangen oder auch ins Internet. Wichtig war dem Glarner, einen Roman zu schreiben, der in seiner Heimat spielt. Die Geschehnisse um die Reformation im Glarnerland seien vielen nicht bekannt und dennoch so wichtig für das Profil unserer Region. Neben der Liebe zur Historie spiele aber auch Gott eine grosse Rolle. «Er ist ein Aspekt meines Lebens», sagt Hophan. Deswegen bekommt Gott auch in seinem neuen Roman seine Rolle. Es lohnt sich also, auf das nächste Buch zu warten, das im Januar zum Verlag geht.

Dagmar Doll / 4.11.2016

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