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«Der Tod hat nicht das letzte Wort»

Kirchenbünde betonen die Hoffnung in ihren Osterbotschaften

von epd
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02.04.2026
Die grossen Kirchenbünde stellen die Hoffnung in den Mittelpunkt ihrer Osterbotschaften. Sie gebe den Gläubigen Kraft inmitten von Krisen und Konflikten.

Die grossen Kirchenbünde haben in Zeiten von Krisen und Konflikten das bevorstehende Osterfest als Quelle der Hoffnung hervorgehoben. Die Auferstehung von Jesus Christus symbolisiere ein Aufbegehren gegen Kriege, wirtschaftliche Ungerechtigkeit, sexuelle Gewalt, politische Unterdrückung, Klimakatastrophe und religiöse Verfolgung, erklärte der Moderator des Zentralausschusses des Weltkirchenrates, Heinrich Bedford-Strohm, in Genf.

In der Osterbotschaft des Ökumenischen Rates der Kirchen heisst es, Christinnen und Christen seien Menschen, die sich von einer Botschaft leiten lassen, die ins Leben führt. Ostern solle als eine Zeit der Gewissheit gefeiert werden, «dass die vielen Abgründe, in die wir derzeit in der Welt schauen, nicht alles sind». Die Menschen näherten sich nicht einem finsteren Loch, sondern einem neuen Himmel und einer neuen Erde, in der alle Tränen getrocknet würden.

«Der Tod hat nicht das letzte Wort»

Diese Überzeugung verbinde alle Christen in der weltweiten Kirchengemeinschaft, heisst es in der Botschaft weiter. Sie sei ein Band mit allen Menschen. Das Osterfest dürfe jedoch keine spirituelle Beschwichtigung angesichts von Leid sein, das sonst unerträglich wäre: «Jesu Tod und Auferstehung sind untrennbar mit seinem von Liebe, Versöhnung und Gerechtigkeit geprägten Leben verbunden.»

Auch der Lutherische Weltbund (LWB) thematisiert in seiner Osterbotschaft die Hoffnung: «Selbst, wenn wir Leid oder Verlust erfahren, sollten wir uns daran erinnern, dass der Tod nicht das letzte Wort hat», betonen die Lutheraner. «Stattdessen versichert uns die Auferstehung Christi, dass Gott weiterhin am Werk ist.»

Verkündigung der Freiheit

Die Christen sollten sich daran erinnern, dass Ostern Gottes Verkündigung der Freiheit für die gesamte Menschheit sei, die weltweit durch keine geografischen oder kulturellen Grenzen eingeschränkt werde.

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) mit Sitz in Genf, auch als Weltkirchenrat bekannt, ist ein Zusammenschluss von mehr als 350 Mitgliedskirchen in mehr als 120 Ländern. Die katholische Kirche ist nicht Mitglied, arbeitet aber mit dem ÖRK zusammen.

Die 154 Mitgliedskirchen des LWB vertreten mehr als 78 Millionen Menschen, die der lutherischen Tradition angehören. Der LWB sitzt auch in Genf.

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