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Digitales Erbe

QR-Codes auf Friedhof in Zürich genehmigt

von nin
min
29.10.2024
Das Bevölkerungsamt der Stadt Zürich hat eine ungewöhnliche Genehmigung erteilt: Die Anbringung eines QR-Codes an einem Grabstein auf dem Friedhof Nordheim. Was steckt hinter dieser unkonventionellen Idee?

Das Bevölkerungsamt der Stadt Zürich hat die Anbringung eines QR-Codes an einem Grabstein auf dem Friedhof Nordheim genehmigt, berichtet blick.ch. Der QR-Code führt zu einer Autobiografie des Verstorbenen. Erich Bohli (74), ehemaliger CEO von Fust, steht hinter dieser Idee.

Bohli entwickelte 2014 zusammen mit dem Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich die Autobiografie-Plattform meet-my-life.net. Auf dieser Website können Laien ihre Lebensgeschichten schreiben und die Geschichten anderer lesen. Um diese Arbeit nach dem Tod zu bewahren, unterstützt Bohli die Idee von QR-Codes auf Grabsteinen.

Bohli erklärte gegenüber «Blick», dass die QR-Codes ursprünglich als praktische Downloadmöglichkeit für Leser der Autobiografien auf der Website gedacht waren. Er sieht jedoch auch einen Nutzen für Todesanzeigen, Danksagungen, Nachrufe und Grabsteine. Nach der ersten Genehmigung in Zürich möchte Bohli weitere Hinterbliebene ermutigen, QR-Codes auf Grabsteinen anzubringen. Er hofft, dass Besucher eines Grabes durch das Scannen des Codes mehr über die verstorbene Person erfahren und das Andenken weiterverbreiten.

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