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Synode in Aesch-Pfeffingen

Synode Baselland: Arbeitszeiten für Pfarrpersonen kontrovers diskutiert

von Noemi Harnickell
min
15.06.2023

Mitte Juni traf sich die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Baselland zu ihrer Fr√ľhjahrssitzung in Aesch-Pfeffingen. Zentral war dabei die Lesung der totalrevidierten Personal- und Besoldungs-ordnung. Angeregt diskutiert wurde die Frage, ob ein zus√§tzlicher Richtwert f√ľr eine maximale Wochenarbeitszeit bei den Pfarrpersonen eingef√ľhrt werden soll.

Eine Gruppe von Synodalen hatte beantragt, die Sollarbeitszeit von Pfarrpersonen von 44 Stunden bis zu maximal 50 Stunden pro Woche zu definieren. Eine grosse Zahl der Votanten stellten diese √Ąnderung in der Personal- und Besoldungsordnung infrage. Sie kritisierten, es sei nicht gekl√§rt, wie die √úberstunden entsch√§digt w√ľrden, und behindere die Pfarrpersonen bei ihrer Arbeit. Ferienlager zum Beispiel, bemerkte ein Votant, liessen sich nicht in eine 50-Stunden-Woche zw√§ngen. Und eine Votantin f√ľgte an: ¬ęDer Pfarrberuf ist nach Aufgaben definiert.¬Ľ Die Woche lasse sich nicht planen wie in manch anderen Berufen.

Ausf√ľhrlichere Erkl√§rung im Reglement n√∂tig
Ein weiteres Argument dagegen war die m√∂gliche Abschreckung, welche eine Erw√§hnung von 50 Stunden auf sich bewerbende Pfarrpersonen h√§tte. Es w√§re vielleicht besser, bemerkte eine Votantin, das Pensum auf 44 bis 47 Stunden pro Woche einzuschr√§nken. Die Aussicht, 50 Stunden pro Woche arbeiten zu m√ľssen, √ľbe Druck auf die Pfarrpersonen aus.

Der Kirchenrat sowie eine Mehrheit der Votanten und Votantinnen sprachen sich gegen den Antrag aus, und der Antrag wurde zur√ľckgezogen. In einem n√§chsten Schritt soll das Re¬≠glement zur Arbeitszeit die Thematik ausf√ľhrlicher darstellen. Die Synodalen genehmigten und verabschiedeten daraufhin einstimmig die totalrevidierte Personal- und Besoldungsordnung. Sollte es nicht zum Referendum kommen, wird das Gesetzeswerk auf Ordnungsstufe per 1. Januar 2024 wirksam.

Entwicklung: neuer Jugendrat
Aufgelockert wurde die Sitzung durch den Input von Nicolas Gradwohl, der die aktuellen Entwicklungen des im Juni neu gegr√ľndeten Jugendrats vorstellte. Der Jugendrat hat Ressorts festgelegt und Arwen Graf als Pr√§sidentin gew√§hlt. Die √∂ffentliche Kommunikation findet neben dem Mailverteiler, der derzeit noch in Bearbeitung ist, √ľber Instagram statt. ¬ęIch weiss nicht, wer von Ihnen das noch kennt¬Ľ, sagte Gradwohl und erntete daf√ľr so manchen Lacher.

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