Baselland, Basel-Stadt, Luzern, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Uri, Zug
Iran

UN-Ermittler: Iran verschärft gewaltsame Unterdrückung von Frauen

von epd/nino
min
13.09.2024
Vor zwei Jahren wurde Jina Mahsa Amini in Teheran von der iranischen «Sittenpolizei» verhaftet, drei Tage später starb sie in Haft. Trotz Protesten hat die Sittenpolizei die Gewalt gegen Frauen und Mädchen ausgeweitet, berichten UN-Ermittler.

UN-Ermittler werfen der Regierung des islamischen Gottesstaates Iran eine verschärfte Unterdrückung von Frauen und Mädchen vor. Die Sicherheitskräfte weiteten die Gewalt gegen Frauen und Mädchen aus, die sich nicht an die vorgeschriebene strikte Kleiderordnung halten, teilte die Untersuchungskommission für den Iran am Freitag in Genf mit.

Frauen und Mädchen müssten Schläge, Tritte und Ohrfeigen erdulden, wie zahlreiche von der Kommission überprüfte Videos belegten. Die staatlichen Behörden überwachten die Einhaltung der Kleiderordnung im öffentlichen und im privaten Raum durch den verstärkten Einsatz von Überwachungsmitteln, einschliesslich Drohnen. Im Iran sei für Frauen und Mädchen das Tragen der Kopfbedeckung Hidschab verpflichtend.

Die Kommission veröffentlichte ihre Ermittlungsergebnisse anlässlich des zweiten Jahrestages des Beginns der landesweiten Proteste für Frauenrechte im Iran. Der Tod der 22-jährigen Jina Masha Amini hatte die Proteste ausgelöst.

Jina Mahsa Amini sei am 13. September 2022 von der iranischen «Sittenpolizei» in Teheran verhaftet worden, weil sie angeblich die Hidschab-Pflicht nicht eingehalten habe. Sie sei am 16. September desselben Jahres in Haft gestorben. Die Kommission arbeitet im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates.

Unsere Empfehlungen

Bedenken ohne Parole

Bedenken ohne Parole

Die EKS-Synode kritisiert die Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes, fasst aber keine Parole. Einig ist sie sich bei einem anderen Thema: Wer im kirchlichen Umfeld Gewalt erlitten hat, erhält künftig in allen Mitgliedkirchen nach gleichen Kriterien eine Anerkennungsleistung.
«Trump sieht sich als Erlöser Amerikas»

«Trump sieht sich als Erlöser Amerikas»

Warum unterstützen Evangelikale in den USA einen Präsidenten, der so gar nicht dem christlichen Ideal entspricht? Andreas Heuser, Experte für theologische Strömungen im weltweiten Christentum, erklärt, wie die sogenannte Herrschaftstheologie Donald Trump vom «Gesalbten» zum Messias gemacht hat.