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Kirche

Finanzplan vorgelegt

Die Wintersynode der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausens nahm Einsicht in den Finanzplan bis 2021. Trotz Ertragsüberschuss sind Korrekturen an den Stellenprozenten zu erwarten.

Die Wintersynode der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons Schaffhausen tagte im Hofackerzentrum in Schaffhausen-Buchthalen. Zur Begrüssung stellte Pfarrer Daniel Müller die Kirchgemeinde vor, die sich 2013 dem «Verband evangelisch-reformierter Kirchgemeinden in der Stadt Schaffhausen» angeschlossen hat und heute von zwei Pfarrpersonen mit insgesamt 100 Stellenprozenten und einer Sozialdiakonin betreut wird. Für Heiterkeit sorgte sein Bericht über den Streit mit den lokalen Steinmetzen, als der Taufstein 1751 kostengünstiger in Beggingen in Auftrag gegeben wurde. Und ein Hinweis auf den Rebberg der Kirchgemeinde durfte auch nicht fehlen. Die Co-Dekanin und Psychiatrieseelsorgerin Ariane van der Haegen erinnerte in ihrer Andacht daran, dass Gott auf der Erde ein Zelt aufschlägt und so der Himmel auf die Erde kommt. Gott feiern sei deshalb teilen und sich erden.

Ertragsüberschuss bis 2021

Der Finanzreferent des Kirchenrats, Richard Rickli stellte das Budget vor, das einen Ertragsüberschuss von gut 152'000 Franken ausweist. Er legte einen Finanzplan bis 2021 vor, der dank guter Wirtschaftslage trotz Mitgliederrückgang nur eine geringe Abnahme der Steuereinnahmen in den letzten Jahren aufzeigt. Dennoch seien Korrekturen an den Stellenprozenten auf die nächste Amtsperiode 2019 hin zu erwarten.

Das Synodenbüro ist nach der Wahl von Werner Käser aus der reformierten Kirchgemeinde Burg-Stein am Rhein zum Vize-Präsidenten wieder vollständig. Ferner beschlossen die Synodalen, sich im August 2017 an einer Aussprachesynode mit der politischen Verantwortung der Kirche auseinanderzusetzen. Der Vorbereitungskommission für diese Aussprachesynode gehören an: Siegfried Arends, Marlis Auer, Angela Maria Christen, Susanne Kraft, Andreas Rechsteiner, Frieder Tramer und Paul Zuber. Schliesslich überwies die Synode ein Postulat zur Erfassung und Förderung von Fremdsprachenkompetenzen in der Schaffhauser Landeskirche an den Kirchenrat. Auf die Vorlage des Kirchenrats, nach den Jahren des Reformprozesses eine andere als die sonst übliche Form der Visitation der Kirchgemeinden durchzuführen, wurde nicht eingetreten.

Hilfsprojekte

In der Pause konnte man sich gut verpflegt bei Thomas Gehrig, Geschäftsführer der Reformierten Medien in Zürich, über das neue Magazin «Bref» informieren. Mitglieder der OeME-Kommission stellten ferner die Projekte der Kirchlichen Zusammenarbeit des HEKS in Rumänien und Tschechien sowie die Entwicklungsprogramme des HEKS in Simbabwe vor, die von der Kantonalkirche mit insgesamt rund 77'000 Franken gefördert werden. Kirchenrat Matthias Eichrodt wies zum Abschluss der Synodensitzung schliesslich auf die verschiedenen geplanten und laufenden Projekte für das kommende Reformationsjubiläum hin und lud dazu ein, die Aktionen der Kirchgemeinden miteinander zu vernetzen.

Doris Brodbeck