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Baselbieter bringen Friedenslicht nach Basel

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01.01.2016
Erstmals gelangt das Friedenslicht aus Bethlehem direkt nach Basel. Schülerinnen und Schüler aus dem Baselbiet holen es in Wien ab und bringen es vors Basler Münster, wo Prominenz aus Politik und Kirche und die Bevölkerung es erwarten.

Der Hausfrieden in den beiden Basel hing nach der Abstimmung über die Fusion der beiden Kantone schief. Da kommt es nicht ungelegen, wenn gerade Jugendliche ein versöhnliches Zeichen setzen. Fünf Schülerinnen und Schüler der Klasse P9a aus Oberdorf reisen am 12. Dezember nach Wien, um das Friedenslicht aus Bethlehem nach nein, nicht Liestal, sondern nach Basel vors Münsterportal zu bringen. Aber der Reihe nach.
Seit 1986 wird in der Geburtsgrotte von Bethlehem das Friedenslicht angezündet. Es soll die Menschen an den wahren Sinn von Weihnachten erinnern. 1993 gelangte das Friedenslicht erstmals in die Schweiz, nach Zürich, von wo aus es bisher verteilt wurde. Erstmals nun reisen Gruppen aus den Regionen Basel, Fribourg und Lugano nach Wien, um das Friedenslicht zu holen.
Zur Baselbieter Gruppe gehört Yael (14), die schon mehrmals in Zürich war, um das Licht abzuholen. Sie hat mit Kolleginnen und Kollegen das Friedenslichtprojekt in der Schule vorgestellt. «Im Geschichtsunterricht behandelten wir gerade Israel, sodass das Thema gut passte», erzählt Yael. Sie freut sich auf die Kontakte mit andern Jugendlichen, denn in Wien werden 3000 bis 4000 junge Friedenslichtboten erwartet. Höhepunkt wird der Gottesdienst sein, in dem das Licht in die Welt hinaus weitergereicht wird. Auch auf die Reise mit dem Nachtzug freut sich die Schülerin.

Das Friedenslicht kommt im Nachtzug nach Basel
Dass das Friedenslicht mit der Bahn transportiert werden darf, sei keine einfache Sache, erklärt Thierry Moosbrugger, Leiter Kommunikation von «katholisch.bl/bs». «Es braucht dazu eine Sonderbewilligung, dass eine brennende Kerze in einer Laterne im Zug transportiert werden darf.» Am 14. Dezember wird das Friedenslicht vor dem Portal des Basler Münsters entzündet. Dazu hat Münsterbaumeister Andi Hindenmann eine Skulptur geschaffen. Diese steht bis Weihnachten im Kreuzgang, wo die Bevölkerung das Licht abholen kann. «In der ganzen Region wird das Licht von 24 Orten aus weiter verteilt», erklärt Moosbrugger. Auch in der Oberdörfer Schule wird es auf dem Sekretariat zwei Wochen lang brennen, fügt Yael bei.
Die Gemeindedelegationen aus der ganzen Nordwestschweiz werden am 14. Dezember ab 16.30 Uhr vor dem Münster erwartet. Grussworte werden Münsterpfarrer Lukas Kundert und Nationalrätin Maya Graf (BL) an die Bevölkerung richten. Um 17 Uhr wird dann das Licht an der Friedenslichtfackel entzündet. Spezielle Kerzen können vor Ort gekauft werden, damit das Licht nicht auf dem Heimweg plötzlich erlischt. Für eine ­feierliche Stimmung sorgt der Gospelchor am Münster unter der Leitung von Jennifer Rudin.


Zum Bild: Viele Menschen kommen jeweils, um das Friedenslicht aus Bethlehem nach Hause zu tragen. |zVg

Franz Osswald

Links:
www.friedenslicht.ch

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