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Beratung: Sie glaubt, ich würde sie nicht mehr lieben

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01.01.2016
Frage: Wir sind seit sieben Jahren zusammen und ich fühle mich wohl in unserer Beziehung. Jetzt sagt meine Partnerin mir, sie würde nicht spüren, dass ich sie liebe. Das kann ich gar nicht verstehen. Sie bedeutet mir wirklich sehr viel. Herr B. aus M.

Lieber Herr B., das ist eine frustrierende Situation für Sie, wenn Sie versuchen, Ihrer Partnerin zu spüren zu geben, wie wichtig sie für Sie ist. Und das bei ihr nicht ankommt.
Dass wir voneinander spüren, geliebt zu sein, wirklich wichtig für unser Gegenüber zu sein, ist ganz zentral in einer Partnerschaft.
Was bei Ihnen daheim abläuft, kann vielleicht damit erklärt werden, dass Sie und Ihre Partnerin eine unterschiedliche Liebessprache sprechen.

Der amerikanische Paarberater Gary Chapman beschreibt fünf verschiedene Liebessprachen: die Liebessprache von Lob und Anerkennung: wir zeigen unsere Liebe, indem wir dem Partner sagen, was wir sehr an ihm schätzen, was wir toll finden. Rede ich die Liebessprache der Zweisamkeit, dann ist mir die gemeinsam verbrachte Zeit und die intensive Zuwendung zueinander ganz wichtig: Die Aufmerksamkeit, die mir mein Gegenüber entgegenbringt, das gemeinsame Erleben und der gemeinsame Austausch vermitteln mir das Gefühl, geliebt zu werden. Wir können unsere Liebe auch zeigen, indem wir Geschenke geben, die von Herzen kommen. Diese Geschenke suchen wir besonders sorgfältig und passend aus.
Eine weitere Liebessprache ist die Hilfsbereitschaft: durch tatkräftige Unterstützung zeigen wir unserem Partner, unserer Partnerin unsere Zuwendung und Wertschätzung. Und schliesslich gibt es die Sprache der Zärtlichkeit: Mit Berührungen zeige ich meine Liebe und wenn ich Berührungen empfange, fühle ich mich geliebt.

Ich habe den Eindruck, dass Ihre bevorzugte Liebessprache die Sprache der Hilfsbereitschaft ist: durch tatkräftige Unterstützung zeigen Sie Ihrer Partnerin, dass Sie für sie da sind. Vielleicht haben Sie aufgrund der Erläuterungen auch bereits eine Idee, was die bevorzugte Liebessprache Ihrer Partnerin sein könnte. Falls Sie sich noch nicht so sicher sind, reden Sie mit Ihrer Partnerin darüber: Sie könnten ihr aufzeigen, dass Sie nicht genau wissen, wie Sie ihr zu verstehen geben können, dass Sie sie lieb haben. Dann können Sie ihr die Idee der verschiedenen Liebessprachen aufzeigen und sie fragen, was denn ihre bevorzugte Liebessprache ist. Ich bin sicher, dass Ihre Partnerin sehr daran interessiert ist zu erfahren, was Ihre bevorzugte Liebessprache ist.

Buchempfehlung: Gary Chapmann: Die fünf Sprachen der Liebe. Wie Kommunikation in der Ehe gelingt. Verlag Francke

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