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Leserbriefe

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01.01.2016
Ihre Zuschriften im Februar

Kibo Februar


Allgemein
Besonderer Platz
Ein ganz grosses Kompliment an die Redaktion und den Verfasser der aktuellen Ausgabe. Die Differenziertheit der Artikel, die auf eine grossartige Weise auch den inneren Dialog über Fragen der Religionen und der Ethik anregen, ist eine Wohltat. Der Kirchenbote verdient einen besonderen Platz unter den Druckerzeugnissen von heute. Bitte führen Sie den Dialog über Religionsfragen auf diesem Niveau weiter. Marius Henzi, Liestal


«Soll Satire alles sollen?»

Darf eine Satire alles?
Wird Bundesrätin Doris Leuthard nicht zu unrecht kritisiert, weil sie erklärte, dass Satire nicht alles dürfe? Sogar eine Karikatur von Gott müsse möglich bleiben, wurde von Karikaturisten erklärt. Es gibt zum Glück andere Meinungen, wonach man nicht unnötig provozieren dürfe und dass auf religionsspezifische, allgemein akzeptierte Gebote Rücksicht genommen werden müsse. Es geht darum, den Glauben Andersdenkender zu respektieren. Sachliche Kritik und ein Vergleich der Lehren ist aber angebracht. Emil Rahm, Hallau 


Zwei Seiten
Nichts kann die Morde von Paris rechtfertigen. Die Meinungsfreiheit ist eine grundlegende Errungenschaft unserer Kultur. Anderseits: Wenn ich jemanden für mich gewinnen will, mache ich mich nicht lustig über ihn. In den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts schrieb die BBC einmal einen Wettbewerb aus: ­Afrikaner sollten Karikaturen über ihre Regierungen zeichnen. Die Leserbrief-Reaktionen in den Zeitungen Ghanas (wo ich damals als Missionar arbeitete) waren weitgehend entsetzt: Sollen die Europäer sich doch über ihre eigenen Regierungen lustig machen wir respektieren unsere! Walter Wuttke, Basel


Matthias Claudius

Positive Kraft
Vielen Dank für den Artikel zum Gedicht (und Lied) von Matthias Claudius. Da ich die 2., 3. und 4. Strophe vermisst habe (die eigentlich erst Claudius tiefe Frömmigkeit aufzeigen), habe ich sie bei Wikipedia gesucht und dabei noch eine 5. und 6. Strophe des Originals gefunden. In Ihrem Artikel haben Sie die schwere Zeit beschrieben, die Matthias Claudius erlebt hat. In den zusätzlichen Strophen scheint mir dennoch eine grosse Ruhe, ein starkes Gottvertrauen und tief empfundene Gnade, Demut und Dankbarkeit zu überwiegen. Ich habe dieses Lied meinen Kindern oft gesungen und dabei die positive Kraft empfunden, die es für mich ausstrahlt. Renate Leu, per Mail

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