So viele Einsätze wie noch nie
Die Notfallseelsorgenden und Care Givers des Kantons Luzern waren 2025 häufiger im Einsatz als in den Vorjahren, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der Kirchen des Kantons Luzern. Bei 117 Ereignissen leisteten sie psychologische und seelsorgerliche Unterstützung, gegenüber 97 im Vorjahr, Die geleisteten Stunden blieben mit 985 ähnlich hoch wie im Vorjahr. «Im Vergleich der letzten Jahre ist dies die mit Abstand höchste Zahl», sagt Christoph Beeler-Longobardi, Co-Leiter der ökumenischen Notfallseelsorge.
Die Teams werden täglich auf Pikett gehalten und vom Rettungsdienst 144, der Polizei oder der Feuerwehr aufgeboten. Sie sind bei Suizid, ausserordentlichen Todesfällen oder schweren Verkehrsunfällen im Einsatz und begleiten Angehörige, Beteiligte und Zeugen, auch beim Überbringen von Todesnachrichten. «Bei einem schlimmen Vorfall zieht es Angehörigen und Beteiligten den Boden unter den Füssen weg. Unsere Aufgabe ist es, Ereignisse, Gefühle und Handlungen in eine chronologische Reihenfolge zu bringen, um dadurch wieder handlungsfähig zu werden», erklärt Beeler-Longobardi. In der Regel sind die Einsatzkräfte innerhalb von 45 Minuten am Einsatzort.
Am häufigsten wurden die Teams bei ausserordentlichen Todesfällen gerufen, etwa bei plötzlichem Herzversagen in der Öffentlichkeit oder zuhause. Die Zahl solcher Ereignisse stieg auf 37 (Vorjahr 35). Deutlich zugenommen haben auch die Einsätze bei suizidalen Ereignissen: 29 waren es 2025, nach 23 im Vorjahr.
Neue Co-Leiterin
Seit Anfang 2026 verstärkt Franziska Tschupp die Leitung des Teams als Co-Leiterin in einem 25-Prozent-Pensum. Sie teilt die Führung künftig mit Beeler-Longobardi. Gemeinsam decken sie ein Pensum von 40 Prozent ab.
Trägerin des Angebots sind die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche gemeinsam mit dem Kanton Luzern. Rund 40 Care Givers und Notfallseelsorgende gehören dem Team an.
So viele Einsätze wie noch nie