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14. Februar

Von der Liebeslotterie zum Märtyrer: Woher der Valentinstag kommt

von epd/nin
min
13.02.2026
Von der antiken Liebeslotterie zum modernen Kommerz: Der Valentinstag vereint römische Tradition, christliches Märtyrertum und cleveres Marketing der Nachkriegszeit.

Die Wurzeln des Valentinstags am 14. Februar reichen bis in die Antike. Die Römer feierten an diesem Tag ein Fest zu Ehren ihrer Göttin Juno, der Beschützerin von Ehe und Familie. Höhepunkt war eine «Liebeslotterie»: Alle zum Fest eingeladenen Frauen mussten einen Zettel mit ihrem Namen in ein Körbchen legen. Später zogen dann junge Männer einen Zettel mit «ihrer Valentine». Für ein Jahr bestand dann zwischen beiden ein «scherzhaftes Liebesverhältnis», bei dem der Mann die Frau mit romantischen Briefen und kleinen Überraschungen verwöhnte.

Der Valentinstag erinnert auch an den früheren Bischof der nördlich von Rom gelegenen Stadt Terni. Der später heiliggesprochene Valentin soll auf Anweisung des römischen Kaisers Claudius II. (um 270) als Märtyrer hingerichtet worden sein, weil er seinem Glauben nicht abschwören wollte. An der nördlich von Rom verlaufenden Via Flaminia errichtete Papst Julius (337–352) eine Basilika mit dem Grab des Märtyrers.

Die Verehrung des Heiligen ist etwa ab dem Jahr 350 nachweisbar: Er galt als Patron der Bienenzüchter sowie der Verliebten und Brautleute. Als Fest der Jugend und der Liebenden wurde der Valentinstag seit dem späten 14. Jahrhundert zunächst in Frankreich und England begangen, breitete sich aber auch in andere europäische Länder und mit den Auswanderern nach Nordamerika aus.

In der Schweiz führten Blumenhändler 1949 den Valentinstag ein, inspiriert durch amerikanische Soldaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa Blumen für ihre Lieben in der Heimat bestellten. Heute ist der Tag zwar stark kommerzialisiert, doch viele Paare schätzen den 14. Februar als willkommenen Anlass, ihre Zuneigung zu zeigen.

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Am 14. Februar, dem Valentinstag, schenkt man den Geliebten Blumen, Süssigkeiten oder kleine Geschenke. Der Brauch, der aus den USA stammt, verbreitete sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa. Ein Vorschlag für einen etwas anderen Valentinstag.

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