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«Wir fordern von Glencore Lösungen»

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01.01.2016
Interview mit Chantal Peyer, Mitarbeiterin von Brot für alle und Verfasserin der Studie.

Sie haben mit Glencore über die Kritikpunkte gesprochen. Wie hat der Konzern darauf reagiert?
Glencore weist die Verantwortung für die Probleme von sich, indem sie sagen, sie hätten schon etwas dagegen getan oder es sei nicht ihre Aufgabe als Unternehmen, Staatsaufgaben zu übernehmen. Trotzdem stellen sie sich in ihrem Nachhaltigkeitsbericht als völlig soziales Unternehmen hin. Wir fordern von Glencore, dass sie zu ihren Fehlern stehen und aufzeigen, was sie dagegen zu tun gedenken. Die Haltung von Glencore macht einmal mehr deutlich, dass freiwillige Massnahmen nicht reichen, damit Unternehmen ihre soziale und ökologische Verantwortung übernehmen.

Wie ist es Ihnen überhaupt gelungen, an die Informationen heranzukommen und die Missstände aufzudecken?
Das Problem war nicht, die Probleme zu erkennen, denn die sind vor Ort leider nur allzu augenscheinlich. Schwierig war es vor allem, fundierte Beweise zusammenzutragen, um das vor Ort gesehene belegen zu können. 


Sie waren selber vor Ort und haben die Situation mit eigenen Augen gesehen. Was hat sie dabei am meisten betroffen gemacht?
Am meisten bedrückt hat mich die Tatsache, dass bereits kleinste Investitionen, etwa in eine angemessene Trinkwasserversorgung, die grundlegenden Bedürfnisse von Tausenden von Menschen lösen könnten. Während ein Konzern wie Glencore Milliardengewinne schreibt, kämpfen die von seinen Tätigkeiten betroffenen Menschen täglich, um das Notwendigste zusammenzukriegen und ihren Alltag zu meistern.  

Interview: Pascale Schnyder

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