Famos und Bischöfe beten für Papst Leo
Papst Leo XIV. hat laut seinen Ärzten Lungenkrebs. Sie teilten mit, dass sie dem 71-Jährigen am Dienstag in der Gemelli-Klinik in Rom den unteren Lappen des rechten Lungenflügels entfernt hätten. Die sofortige Untersuchung des Gewebes bestätigte ein Lungenadenokarzinom, eine Form von Lungenkrebs. Diesen Befund hatten die Ärzte bereits bei den Untersuchungen vor der Operation vermutet.
Rita Famos, die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS), äusserte sich am Dienstagabend auf Facebook. «Die Nachricht vom Lungenkrebs von Papst Leo XIV. macht mich betroffen», schrieb sie. Sie sei erleichtert, dass seine Operation gut verlaufen sei. «In Gedanken und im Gebet sind wir mit ihm und unseren katholischen Geschwistern verbunden.»
Die Schweizer Bischofskonferenz rief die Gläubigen in der Schweiz am Dienstag auf, den Papst in den kommenden Tagen besonders im Gebet zu begleiten. In ihrer Mitteilung spricht sie von einem früh erkannten und lokal begrenzten Lungenknoten. Ihr Präsident, Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, hielt sich zu dieser Zeit in Rom auf. Die unerwartete Einweisung des Papstes ins Spital gebe «Anlass zu echter Sorge», erklärte er. Die Bischöfe bitten, neben dem Papst auch alle Kranken und ihre Angehörigen ins Gebet einzuschliessen.
Laut den Ärzten dauerte die Operation etwa 90 Minuten. Insgesamt war der Papst rund drei Stunden im Operationssaal. Komplikationen gab es keine. Den Eingriff nahm das Team der Thoraxchirurgie unter der Leitung von Professor Stefano Margaritora vor. «Der Eingriff verlief erfolgreich, wurde termingerecht und wie vorgesehen durchgeführt, und der Heilige Vater ist in sein Zimmer zurückgekehrt», teilte das Presseamt des Vatikans am Dienstagabend mit.
Leo XIV. hatte am Sonntag erklärt, dass er an der Lunge operiert werden müsse. Die Ärzte hatten bei einer Routineuntersuchung einen begrenzten Knoten in der Lunge festgestellt. Der Knoten war laut epd in einem frühen Stadium und gut lokalisiert.
Im Vatikan rechnet man mit etwa einer Woche Erholung im Spital. Alle Termine des Papstes bis kommenden Dienstag sind abgesagt.
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