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Zusammenschluss

Klares Ja zur Stadtkirche

von Carmen Schirm-Gasser
min
28.10.2026
Die Stimmberechtigten haben der neuen Kirch­gemeinde Schaffhausen-Stadt mit grosser Mehrheit zugestimmt. Start ist am 1. Januar 2028.

Deutlicher hätte das Ergebnis kaum ausfallen können: Zwischen 89 und 96 Prozent der Stimmberechtigten in den Kirchgemeinden Buchthalen, St. Johann-Münster, Steig und Zwingli sagten Ja zum Zusammenschluss. Damit ist der Weg frei für die neue Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Schaffhausen-Stadt. Gleichzeitig wird der 1974 gegründete Stadtverband auf­gelöst.

«Das klare Ja zeigt, dass die Kirchgemeindemitglieder eine einfachere Organisation, aber auch einen Ausbau der kirch­lichen Angebote auf gesamtstädtischer Ebene begrüssen», sagt Reto Dubach, Präsident des Stadtverbands Schaffhausen. Hinter dem Zusammenschluss steht ein mehrjähriger Entwicklungsprozess.

Sinkende Mitgliederzahlen und langfristig geringere finanzielle Mittel, der zunehmende Fachkräftemangel und die Schwierigkeit, genügend Freiwillige für kirchliche Aufgaben und Behörden zu finden, stellen die Gemeinden vor Herausforderungen. Mit der gemeinsamen Organisation sollen Verantwortlichkeiten vereinfacht, Kräfte gebündelt und Ressourcen stärker für das eigentliche kirchliche Leben eingesetzt werden. «Für die reformierte Kirche in der Stadt Schaffhausen ist der Zusammenschluss eine Chance zur nachhaltigen Weiterentwicklung des kirch­lichen Lebens», sagt Dubach.

Für die Mitglieder soll die Kirche dennoch dort bleiben, wo sie heute ist: in den Quartieren. Kirchen, Kirchgemeindehäuser und weitere kirchliche Orte bleiben bestehen. Gottesdienste, Seelsorge, Bildungs­angebote, Freiwilligenarbeit und Begegnungen finden weiterhin dezentral statt.

Bis Ende 2027 bleiben die bisherigen Behörden im Amt. Gleichzeitig werden die Strukturen der neuen Kirchgemeinde aufgebaut und ein neuer Kirchenstand gesucht. Am 1. Januar 2028 nimmt die Kirchgemeinde Schaffhausen-Stadt ihre Arbeit auf.

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