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Synode St. Gallen

Knappe Wahl des Kirchenrats und jüngste Synodenpräsidentin

von nin
min
30.06.2026
Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche St. Gallen wählte am Montag den Kirchenrat für vier Jahre neu, wobei ein Kandidat erst nach geheimer Beratung zur Wahl antrat, und bestimmte mit Julia Roelli die jüngste Synodenpräsidentin der Geschichte.

Die Synode tagte am 29. Juni in St. Gallen und wählte den Kirchenrat für die nächste Amtsdauer neu. Sechs amtierende Mitglieder traten erneut an, darunter Kirchenratspräsident Martin Schmidt. Mehrere Synodale hatten zuvor die Überalterung des Gremiums kritisiert. Weil sich zunächst kein Herausforderer fand, beantragte Rita Dätwyler eine geheime Diskussion unter Ausschluss der Öffentlichkeit, woraufhin sich Fabian Kuhn zur Kandidatur bereit erklärte.

Die Wahl fiel knapp aus: Fabian Kuhn erreichte 77 Stimmen, drei weniger als Heiner Graf und acht weniger als Heinz Fäh. Christina Hegelbach erzielte mit 147 Stimmen das beste Resultat. Martin Schmidt wurde mit 102 Stimmen wiedergewählt, 17 Stimmen entfielen als Protest auf den nicht kandidierenden Sven Hopisch.

Vor der Wahl übte die Synode Kritik an der laufenden Verfassungsrevision und an der Rechnungsführung des Kirchenrates für 2025. Zudem wählte sie die 23-jährige Julia Roelli aus Diepoldsau zur neuen, jüngsten Synodenpräsidentin der Geschichte.

 

> Zum Artikel: Beinahe-Eklat und eine historische Wahl

Die Synode der St. Galler Kirche wählte den Kirchenrat. Dabei kam es zu einer geheimen Beratung und beinahe zur grossen Überraschung. Zudem kritisierten Synodale die Amtsführung des Kirchenrates.

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