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Rote Schirme für die Opfer von Boko Haram in Nigeria

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09.12.2016
Zum Menschenrechtstag vom Samstag, 10. Dezember, waren die Landeskirchen, Mission 21 sowie die ACAT, Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter, mit Initiativen und Aktionen präsent.

Sonntagmorgen, 11 Uhr, der Gottesdienst im Basler M├╝nster ist gerade zu Ende gegangen, die Leute str├Âmen aus der Kirche auf den M├╝nsterplatz. Vom blauen Himmel scheint die Sonne. Trotzdem bieten Mitarbeitende von Mission 21 allen einen roten Schirm an. Die Leute stehen in Gr├╝ppchen zusammen, bis Bewegung in die Szene kommt. Die rund 70 Personen stellen sich nach einem unergr├╝ndlichen Muster auf, klappen auf Kommando die roten Schirme auf und zu und werden von einem der M├╝nstert├╝rme aus gefilmt. Und erst wenn man die Aufnahmen von oben sieht, l├Âst sich das R├Ątsel: es erscheint der Schriftzug ┬źHOPE┬╗, Hoffnung.

Mit dieser ┬źAerial-Art-Aktion┬╗ auf dem Basler M├╝nsterplatz erinnert Mission 21 am Menschenrechtstag an die Opfer von Boko Haram in Nigeria (Aktion ┬źHope┬╗). Nach wie vor leiden die Menschen dort unter dem Krieg und Terror. Die Bilder von der Aktion sollen als Zeichen der Hoffnung ├╝ber social media wie facebook verbreitet werden.

Medizinische Versorgung f├╝r H├Ąftlinge
Die ACAT richtet ihr Augenmerk am Menschenrechtstag auf die H├Ąftlinge in der Schweiz. Mit einer Petition setzt sie sich f├╝r eine angemessene Gesundheitsversorgung in den Gef├Ąngnissen ein (Petition). Sie fordert den Bundesrat dazu auf, f├╝r H├Ąftlinge ohne Krankenversicherung eine einheitliche Regelung zu schaffen ┬źzur Finanzierung notwendiger medizinischer Versorgung┬╗. Das f├Âderale System der Schweiz sorge daf├╝r, dass je nach Kanton die Situation f├╝r Gefangene ohne Krankenversicherungsschutz anders gehandhabt werde. Dabei geschehe es immer wieder, dass notwendige Behandlungen nicht gestattet w├╝rden. ┬źAus menschenrechtlicher Sicht ist dieser Zustand ├Ąusserst problematisch┬╗, schreibt ACAT.

┬źDie Menschenw├╝rde ist unverf├╝gbar┬╗
Die reformierte, katholische und christkatholische Kirche der Schweiz rufen in einer gemeinsamen Erkl├Ąrung dazu auf, die Menschenw├╝rde zu sch├╝tzen ┬źDie W├╝rde jedes Menschen ist keine Frage von Selbstbestimmung, sondern geht dieser stets voraus┬╗, schreibt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK. Weil der Mensch seine W├╝rde nicht selbst garantieren k├Ânne, gelte der W├╝rdeschutz immer dem anderen. Es gehe nicht an, dass der reiche und m├Ąchtige Teil der Menschheit ├╝ber die Leben derjenigen entscheidet, die sich nicht wehren k├Ânnen. Ein Umdenken sei n├Âtig, so der SEK. Die Menschenw├╝rde sei unverf├╝gbar (Verlautbarung der Landeskirchen).

kim / Kirchenbote / 9. Dezember 2016

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