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Kirche, Politik

Lohnkosten belasten das Budget der St. Galler Kirche

04.12.2019
Die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St. Gallen rechnet für das kommende Jahr mit einem Verlust von 190'000 Franken. Grund dafür sind insbesondere höhere Ausgaben beim Personal.

An ihrer Versammlung vom 2. Dezember genehmigten die Abgeordneten der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen das Budget 2020. Dieses sieht bei Ausgaben von rund 24 Millionen Franken einen Verlust von 190’000 Franken vor, wie es in einer Mitteilung der Kantonalkirche heisst.

Lohnerhöhung schlägt sich durch
Ausschlaggebend für den Verlust seien neben geringeren Steuereinnahmen vor allem die gestiegenen Personalkosten. So habe die Kantonalkirche ihren Mitarbeitenden entsprechend den Vorgaben des Kantons eine Lohnerhöhung von 0,8 Prozent gewährt. Ebenso belaste ein Stellenausbau in den Bereichen Kommunikation und Heimseelsorge das Budget, heisst es in der Mitteilung weiter.

Startschuss für Verfassungsrevision
In seiner Antwort auf eine Interpellation zweier Synodaler der Kirchgemeinde Tablat-St. Gallen kündigte Kirchenratspräsident Martin Schmidt den Start der Beratungen über die geplante Verfassungsrevision im kommenden Jahr an. Die Synodalen hatten vom Kirchenrat Auskunft über neue Leitungsmodelle in den Kirchgemeinden erhalten wollen. Der Kirchenrat stellte sich auf den Standpunkt, es sei wenig sinnvoll, einzelne Anpassungen bereits vor der Verfassungsrevision zu diskutieren, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die aktuelle Verfassung der St. Galler Kantonalkirche stammt aus dem Jahr 1974. Mit der Revision will sich die Kirche eine moderne und schlankere Verfassung geben. 

 

Text: ref.ch, Foto: Andreas Ackermann – Kirchenbote SG, 4. Dezember 2019


Von Jürg Hartmann erfasst am 06.01 2020 09:42

Fragen an...

Fragen an Buddha, Fragen an Allah, Fragen an Gott, Fragen an Manitou, Fragen an Mohammed, Fragen an das Göttliche im Menschen: Wenn ich mir vorstelle, das Göttliche würde mir gegenübersitzen, was wäre dann? So setze ich mich hin und bitte das Göttliche, mir gegenüber Platz zu nehmen. Die Stühle sind bequem, sehr geeignet, ganz hier zu sein. Ganz. Da sitzen wir zwei, schweigsam, nachdenklich aber ganz da. Mich sieht man gut, mich erkennt man gut, das Göttliche aber lässt weder Worte noch Bilder zu, denn in Worte und Bilder gefasst ist das Göttliche nicht mehr göttlich sondern menschlich. Für unsere Kinder sind die Bilder wichtig und notwendig, für erwachsene Menschen bezweifle ich das ernsthaft. Die Antworten aber, die kann ich hören, vielleicht auch wahrnehmen, das reicht, muss reichen. Und so komme ich zu meiner ersten Frage: «Ich weiss, ich könnte Dich jetzt fragen, warum Du all das Schreckliche, Böse und Teuflische auf dieser Welt zulässt, die Kriege, die Gewalt, Vernichtung und Tod. Doch genau diese Frage stelle ich jetzt nicht. Ich versuch’s also andersherum. Ich frage Dich und nur Dich: Wie kommt es denn, dass wir Dich immer wieder fragen, was ich fragen könnte wie oben erwähnt. Wie also kommt das?» Das Göttliche ist irgendwo im Raum, meine ich, seine Stimme aber kann ich klar und deutlich hören, das ist die Hauptsache, und damit höre ich auch seine Antwort. ES sagt: «Deine Frage ist gut, lieber Mensch, ich denke nach. Kannst Du Dir vorstellen, welcher Art meine Gedanken hier sind?» Ich bin überrascht. Da stelle ich ihm eine meiner ganz wichtigen Fragen und nun soll ich mir vorstellen, was ES meint, was ES denkt. Komisch, ungewohnt, ich weiss nicht recht und bin verwirrt. So antworte ich: «Du siehst, Deine Antwort macht mich wirr, die Worte in meinem Kopf fliegen kreuz und quer und suchen nach einer Ordnung. Das will nun heissen, ich denke nach, ich denke laut nach, dann kannst Du meine Gedanken gleich mithören. Also: Deine Antwort wirkt, ich beginne zu suchen, suche jedoch bei mir und in mir. So weit bin ich im Moment.» Das Göttliche antwortet sofort: «Ganz genau, Du hast es erkannt denn Du suchst bei Dir. Du suchst nicht in den Wolken, hinter denen Du mich vermutest, Du suchst nicht beim Papst, meinem angeblichen Stellvertreter auf Erden, Du suchst nicht aussen, sondern innen, das ist der Punkt!» Damit bin ich wieder allein im Raum, allein mit meinen Fragen, ganz auf mich zurückgeworfen, auf mich gestellt. Vielleicht ist das der Punkt, vielleicht ist das die Antwort des Göttlichen an mich: «Geh auf die Suche, immer wieder, und suche in Dir, mit Dir und natürlich auch zusammen mit anderen Menschen. Doch bleib auf der Suche, immer.»

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