Gerhard Zeilinger neu in den Synodalrat gewählt
Der 52-Jährige kennt die Luzerner Landeskirche von innen. Seit vielen Jahren engagiert er sich in unterschiedlichen Funktionen für die Kirche. Nach seiner Tätigkeit als Revisor war er Mitglied der Synode und zuletzt auch der Geschäftsprüfungskommission. Die Wahl sieht er als Fortsetzung dieses Engagements.
«Es motiviert mich, die Kirche auf strategischer Ebene mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen», sagt Zeilinger. Mit der reformierten Kirche ist er seit der Jugend verbunden. Besonders prägend seien für ihn die Erfahrungen in der Kirchgemeinde, aber auch wichtige Stationen des Lebens wie Taufe, Konfirmation oder die kirchlichen Feiern seiner eigenen Familie gewesen.
Mit Respekt an die neue Aufgabe
Nach der Wahl überwog bei Zeilinger zunächst die Freude, gleichzeitig aber auch der Respekt vor der neuen Aufgabe. Als Synodaler habe er die Landeskirche bereits aus verschiedenen Perspektiven kennengelernt. Nun freue er sich darauf, die Themen und Herausforderungen auf Ebene des Synodalrats vertieft kennenzulernen. Wichtig sei ihm der Austausch mit den Kirchgemeinden und den Menschen vor Ort.
Zeilingers grösste Herausforderung: Wie bleibt die Kirche relevant? «Wir müssen für die Menschen da sein und als Kirche gesellschaftliche Verantwortung übernehmen», sagt er. Gerade in einer Zeit, die von Unsicherheiten geprägt sei, könne die Kirche Orientierung bieten und als verlässliche Partnerin auftreten.
Dabei sieht er grosse Chancen. Die Kirche verfüge über wertvolle Erfahrungen, professionelle Mitarbeitende und ein starkes Netz an Beziehungen. Diese Stärken will er sichtbar machen und ausbauen. «Wir müssen im Dialog mit der Gesellschaft bleiben und zeigen, welchen Beitrag Kirche leisten kann», sagt Zeilinger.
Synode genehmigt Rechnung
Nach der Wahl des neuen Synodalratsmitglieds behandelte die Synode weitere Geschäfte. Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 169'000 Franken ab. Budgetiert gewesen war ein Aufwandüberschuss. Höhere Steuererträge und ein tieferer Betriebsaufwand machten das positive Ergebnis möglich. Die Synode genehmigte die Rechnung.
Die Synode nahm zudem den Jahresbericht 2025 zur Kenntnis. Synodalratspräsidentin Lilian Bachmann hob insbesondere das Projekt Gesundheitsseelsorge hervor. Das in der Schweiz neuartige Angebot sei erfolgreich gestartet und stosse bei Institutionen und Einzelpersonen auf grosses Interesse. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Prävention und dem Schutz vor Grenzverletzungen. Dazu gehören die Einführung einer unabhängigen Meldestelle sowie die Arbeiten an einem Verhaltenskodex und entsprechenden Schulungen.
In erster Lesung befasste sich die Synode ausserdem mit dem neuen Finanzausgleichsgesetz. Dieses soll den solidarischen Ausgleich zwischen finanzstärkeren und finanzschwächeren Kirchgemeinden regeln. Die zweite Lesung ist für November vorgesehen.
Gerhard Zeilinger neu in den Synodalrat gewählt