Was trägt, wenn es nicht gut wird?
Leben wagen Was gibt Halt, wenn sich eine schwierige Situation nicht auflösen lässt? Und woher kommt der Mut, trotzdem weiterzugehen? Diese Fragen stehen am Wochenende von 24. und 25. Oktober in Zug im Zentrum. Unter dem Titel «Leben wagen» begegnen sich der Schauspieler und Autor Samuel Koch und der reformierte Pfarrer Christoph Baumann. Beide wissen aus eigener Erfahrung, wie grundlegend sich ein Leben verändern kann: Koch ist seit seinem Unfall bei «Wetten, dass..?» im Jahr 2010 tetraplegisch, Baumann lebt seit 2001 mit multipler Sklerose. Im Mittelpunkt des Anlasses soll jedoch nicht ihre Krankheitsgeschichte stehen, sondern die Frage, wie Lebensmut entsteht und man ihn immer wieder neu finden kann.
Die Idee dazu entstand aus Gottesdiensten für chronisch kranke Menschen. Christoph und seine Frau Barbara Baumann, ebenfalls reformierte Pfarrerin, beschäftigte dabei zunehmend die Frage, was die Kirche Menschen anbieten kann, deren Situation wahrscheinlich nicht einfach wieder besser wird. Nicht das Versprechen auf Heilung sollte im Zentrum stehen, sondern Stärkung: Raum für das Schwierige – und gleichzeitig für Hoffnung, Humor und das, was trotz allem trägt.
Auf Samuel Koch stiessen die Baumanns bei der Suche nach einem Gesprächspartner, der genau diese Spannung kennt. Auch Koch selbst versteht Lebensmut nicht als permanentes Positivdenken. Für ihn bedeutet er vielmehr, die Realität anzuerkennen und sich trotzdem immer wieder auf den nächsten Tag einzulassen.
Am Samstagabend sprechen Samuel Koch und Christoph Baumann unter dem Motto «Hinfallen. Aufstehen. Weitergehen.» miteinander. Am Sonntag folgt der ökumenische Gottesdienst «Mutmacher» mit Samuel Koch, Christoph und Barbara Baumann sowie Bernhard Lenfers. Beide Veranstaltungen finden in der Kirche St. Johannes in Zug statt.
Was trägt, wenn es nicht gut wird?